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Die miniaturisierten Kameras der Zukunft

12.06.2009
Die heutigen in Handys integrierten Mikrokameras haben große Fortschritte in Bezug auf die Größe, den Verbrauch und die Kosten erzielt.
Leider sind ihre Verarbeitungsfähigkeiten noch immer begrenzt. Aufgrund
der Auflösung verfügen die Kameras über eine Optik mit fester Brennweite (oder einem Autofokus) mit einer reduzierten Pixelanzahl und haben kein Verarbeitungsprogramm.

Im Rahmen des Projekts „Minimage“ des Clusters (Pôle de compétitivité) Minalogic wird die neue Generation von Minikameras entwickelt. Dieses Projekt bringt Forscher aus dem Team PRIMA der französischen Institute INRIA [1], CEA LETI und LIST, der Universität von Saint-Etienne, aber auch aus der Industrie, wie STMicroelectronics, Saint-Gobain, Varioptic und DxO, zusammen.

Es zielt sowohl auf die Entwicklung einer Mikrokamera mit Autofokus bis zum Jahr 2010 ab, als auch auf die Erzeugung von Bildern bis zu 12 Millionen Pixel und auf eine Software, die die Rekonstruktion, die Analyse und die Interpretation des Bildes ermöglicht, um damit neue Dienste anbieten zu können.

Das gesamte System wird auf einem Multicore-Prozessor-Chip mit kostengünstiger Herstellung beruhen.Die Forscher des INRIA greifen in einen Teil der Software ein. Diese neue Generation von Kameras stütztsich auf Innovationen, die die Embedded-Software-Entwicklung in den letzten fünf Jahren revolutioniert haben und für das Team PRIMA ein bekanntes Terrain darstellen.

„Wir haben eine Algorithmus-Pyramide entwickelt, die die Komplexität der Berechnungen ohne Näherungsverfahren reduziert. Dadurch wird es möglich, die Beschreibungen von Bildern oder Bildfolgen schnell und konsequent durchzuführen“, erklärt James Crowley, Leiter des Teams PRIMA. Dieser Algorithmus wird die Integration von ausgefeilten Anwendungen in Embedded-Objekte ermöglichen. Beispielsweise könnte die Handy-Kamera Gesichter in

einem sehr großen Feld aufspüren und extrahieren.

Der Benutzer könnte auch ein Bild oder einen Text scannen, indem er sein Handy darüber hinweg bewegt. Die Software bildet das Bild oder den Text nach, indem sie die Bilderreihen erfasst (Image Stitching).

[1] INRIA: Französisches Forschungsinstitut für Informatik und Automatik
Kontakt: James Crowley, Mitarbeiter am Institut INPG und Leiter des Projektteams PRIMA – Tel: +33 476 615 396 – E-Mail: James.Crowley@inria.fr
Quelle: Pressemitteilung des INRIA – Mai 2009
Redakteur: Romain Collignon, romain.collignon@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 164 vom 10.06.09)
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Romain Collignon | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.inria.fr/recherche/equipes/prima.fr.html
http://www.wissenschaft-frankreich.de/allemand

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