Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Middleware für mobile Anwendungen - jetzt auch für Google Android

18.02.2010
Das MUSIC-Konsortium stellt mit dem heutigen Tag eine neue Version seiner Middleware für selbst-adaptive Anwendungen vor, die nun auch auf dem Betriebssystem Android von Google lauffähig ist.

Die neue Version der Software steht ab sofort auf der Open-Source-Plattform BerliOS http://developer.berlios.de/projects/ist-music zum Download bereit und dient der vereinfachten Entwicklung von adaptiven, flexiblen und mobilen Anwendungen und Diensten.

Die Universität Kassel wird im MUSIC-Projekt durch das Fachgebiet Verteilte Systeme von Prof. Dr. Geihs vertreten und leitet das Arbeitspaket Entwicklungsmethodik. Weitere deutsche Teilnehmer sind die EML GmbH in Heidelberg und die Condat AG in Berlin.

Ziel des MUSIC-Projektes ist es, eine Middleware-Plattform bereitzustellen, die es ermöglicht, moderne, adaptive Anwendungen und Dienste für zukünftige mobile Anwendungen zu entwickeln. Diese ermöglichen unter anderem die automatische und nahtlose Anpassung an den sich stetig ändernden Kontext des mobilen Benutzers. Mit der MUSIC-Middle-ware lassen sich adaptive Anwendungen für die unterschiedlichsten Geräteplattformen entwickeln. Möglich ist dies mit allen Laptops, PCs oder Mobiltelefonen, die mindestens Java 1.4 und eine OSGi-Laufzeitumgebung (http://www.osgi.org/Main/HomePage) bereitstellen können. Weitere Informationen finden sich unter http://www.ist-music.eu.

Die wohl bedeutendste Änderung der neuen Version 0.6 ist die Unterstützung für Geräte auf Basis des Google-Betriebssystems Android durch die MUSIC-Middleware und der darauf aufbauenden Anwendungen. Das ermöglicht es, MUSIC-Anwendungen jetzt auch für deutlich leistungsstärkere mobile Geräte zu entwickeln. Damit lassen sich ganz neue Einsatzbereiche erschließen und auch die Benutzerfreundlichkeit der einzelnen Anwendungen signifikant steigern. Im Umkehrschluss ist auch das Android Betriebssystem jetzt in der Lage, kontextbasierte, selbst-adaptive Anwendungen und Dienste anzubieten, die die meist eingeschränkten Ressourcen und den Ausführungskontext der mobilen Geräte auf eine fortschrittliche Art und Weise berücksichtigen.

Mit der Unterstützung für Service Level Agreements (SLA) ist der letzte Entwicklungsschritt in Richtung dienstorientierte Architekturen (SOA) getan, um so die Entwicklung von mobilen, dienstbasierten, adaptiven und ubiquitären Anwendungen noch weiter zu vereinfachen.

Die im MUSIC-Projekt verwendete Open-Source LGPL-Lizenz (http://www.gnu.de/documents/lgpl.de.html) erlaubt allen Entwicklern eine ausreichend freie Nutzung der MUSIC-Middleware und überträgt die Lizenz-Einschränkungen der MUSIC-Software nicht auf das eigene Produkt.

Die MUSIC-Middleware und Entwicklungsmethodik bieten Unterstützung für Anwender aus den unterschiedlichsten Bereichen. Einige Beispiele:

- Software-Entwickler erreichen eine höhere Produktivität bei der Entwicklung von selbst-adaptiver Software, indem sie auf die MUSIC-Methoden und Werkzeuge setzen.

- Betreiber von Kommunikationsinfrastrukturen können mit Hilfe der MUSIC-Plattform die Verfügbarkeit und Nutzung ihrer Ressourcen optimieren.

- Anbieter von Diensten (sowohl öffentliche als auch private) erreichen eine höhere Akzeptanz und Zufriedenheit bei den Nutzern, was letztendlich auch die eigene Position im Markt verbessert.

Die endgültige Version der MUSIC-Plattform wird gegen Ende des zweiten Quartals 2010 fertig gestellt und veröffentlicht. Sie ist Ergebnis einer Zusammenarbeit aus führenden europäischen Industrievertretern und renommierten Forschungseinrichtungen. Auf der Webseite des Projekts (http://www.ist-music.eu) finden Interessenten regelmäßig Neuigkeiten und Ergebnisse aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, sowie Software-Aktualisierungen und neue Werkzeuge zur Unterstützung bei der Entwicklung.

Die ebenfalls verfügbaren Tutorien geben einen Überblick über die wichtigsten Bestandteile des MUSIC-Projekts und enthalten Informationen zur MUSIC-Middleware sowie der verwendeten Methodik. Gleichzeitig dienen sie als Einstieg und Anleitung für interessierte Software-Entwickler.

Das MUSIC Konsortium:
SINTEF (Norwegen, Koordination), SID2U (Irland), Hewlett Packard (Italien), Appear Networks (Schweden), Condat AG (Deutschland), Integrasys (Spanien), Telefónica I+D (Spanien), Telecom Italia (IT), RATP (Frankreich), European Media Laboratory GmbH (Deutschland), Universität Kassel (Deutschland), University of Cyprus, Katholieke Universiteit Leuven (Belgien), University of Oslo (Norwegen).
EML
Die European Media Laboratory GmbH (EML) ist ein Entwicklungs- und Forschungsunternehmen im Bereich der angewandten IT mit Sitz in Heidelberg, das von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira ins Leben gerufen wurde. Gemäß dem Grundsatz "Think Beyond the Limits!" forscht und entwickelt das EML in den Bereichen "Mensch-Technik-Interaktion" und "automatische Sprachverarbeitung." Der Sitz der EML GmbH ist die Heidelberger Villa Bosch, das ehemalige Domizil des Nobelpreisträgers Carl Bosch (1874-1940).(http://www.eml-development.de)
Uni Kassel
Die Universität Kassel (UNIK) wurde 1971 gegründet. An ihr sind zurzeit mehr als 19500 Studierende eingeschrieben, denen in 13 Fachbereichen, darunter die Kunsthochschule Kassel, ein breites Spektrum an Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten wird. Im Projekt MUSIC wird die Universität Kassel durch das von Prof. Dr. Kurt Geihs geleitete Fachgebiet Verteilte Systeme vertreten. Es ist im Rahmen des Projektes für die eigentliche Entwicklungsmethodik und Entwicklungsnotation der in MUSIC umgesetzten modellgetriebenen Softwareentwicklung verantwortlich. (http://www.vs.uni-kassel.de)
Condat AG
Die Condat AG ist ein System-Integrator für mobile IT-Lösungen und seit über 25 Jahren

mit rund 90 Mitarbeitern am Standort Berlin erfolgreich am Markt. Condat unterstützt Unternehmen und Verwaltungen bei der Optimierung und Mobilisierung von Geschäftsprozessen und entwickelt spezialisierte Software-Lösungen insbesondere für die Service- und Medienbranche (Skyware und Condat.TV). Darüber hinaus bietet Condat ein weites Spektrum zur Integration innovativer Anwendungen in bestehende IT-Systeme.(http://www.condat.de)

Info
Prof. Dr. Kurt Geihs
tel: (0561) 804 6275/-6276
fax: (0561) 804 6277
e-mail: geihs@uni-kassel.de
Universität Kassel
Fachbereich Elektrotechnik und Informatik
Fachgebiet Verteilte Systeme
Wilhelmshöher Allee 73
34121 Kassel

Christine Mandel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de
http://www.eml-development.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Diagnose per Computer: Gefährliche Krankheitserreger mithilfe maschinellen Lernens erkennen
23.05.2018 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Frühwarnsystem RAWIS in Katastrophenübung mit THW final getestet
23.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Ansatz im Kampf gegen Prostatakrebs entdeckt

24.05.2018 | Medizin Gesundheit

Konventionelle Antibiotika-Therapie ergänzen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Vom Stroh zum Energieträger: Eintopf-Rezept für Wasserstoffgewinnung

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics