Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Messe Florian: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

05.10.2009
Gemeinsame Pressemitteilung der Branddirektion Karlsruhe, dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB, der Universität Karlsruhe, Institut für Technologie und Management im Baubetrieb, dem Technischen Hilfswerk Karlsruhe

Die zehnte Fachmesse FLORIAN für Feuerwehr, Brand- und Katastrophenschutz öffnet am 8.10.09 um 09:00 Uhr ihre Pforten. Auf einem gemeinsamen Stand präsentieren sich die Branddirektion Karlsruhe, das Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB, das Institut für Technologie und Management im Baubetrieb und das Technische Hilfswerk und zeigen neuste Entwicklungen im Bereich der Gefahrenabwehr.

"Mit der erstmals in Karlsruhe stattfindenden Messe Florian möchten wir die aktuelle und zukünftige technische Entwicklung im Umfeld der Gefahrenabwehr vorstellen", erklärt Dr. Markus Pulm, Ober-brandrat bei der Karlsruher Berufsfeuerwehr, "Die Technologieregion Karlsruhe mit ihren Forschungs-einrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut oder der Uni Karlsruhe hat hier bereits zahlreiche wertvolle Beiträge geleistet, die sich in der Praxis bewährt haben".

Zentrales Thema des gemeinsamen Messe-standes ist die Vorgehensweise bei Hochbauunfällen, die Tätigkeit des Baufachberaters und die Vor-stellung der Arbeiten von Forschungsinstituten im Bereich der Gefahrenabwehr und Katastrophen-schutz. Zur Darstellung der Leistungsfähigkeit und dem Zusammenspiel der vertretenen Organisatio-nen wird das THW mit Hilfe des Einsatzgerüstsystems das Einsatzszenario "Gebäudeeinsturz" skiz-zieren, um eine anschauliche Lage zu schaffen, bei der die Organisationen technische Möglichkeiten zur Ortung, Bewertung und Rettung präsentieren. Auch soll mit diesem Szenario dem Besucher ge-zeigt werden, wie die Überlebenswahrscheinlichkeit von Opfern sind, welche Sicherheitsrisiken für Einsatzkräfte bestehen und das taktische Vorgehen bei Hochbauunfällen und Rettungsstrategien erörtert werden.

Hierzu wird sich u. a. das Fraunhofer-Institut im Bereich Lageerfassung mit Möglichkeiten der Luft-bildaufnahmen mittels Quadrocopter und Ballon einbringen. "Mit Hilfe des digitalen Lagetisches und rechnergestützten Möglichkeiten der Luftbildauswertung haben wir die Möglichkeit, sämtliche Informa-tionen der Schadensstelle zentral zu erfassen und umfassend darzustellen", erklärt Sibylle Wirth, Pressesprecherin des Frauenhofer IITB, "dadurch ist eine schnellere Bewertung der Lage und Dispo-nierung von Einsatzkräften möglich."

Um die Sicherheit der Einsatzkräfte, die sich im Trümmerschatten von teileingestürzten Gebäuden aufhalten müssen, zu erhöhen, hat die Uni Karlsruhe maßgeblich zur Entwicklung des Einsatzsiche-rungssystem beigetragen. "Mit dem Einsatzsicherungssystem sind wir in der Lage, selbst kleinste Bewegungen von Trümmerstrukturen zu erkennen, zu bewerten und somit Einsatzkräfte rechtzeitig zu warnen, so dass das Risiko bei Arbeiten in gefährdeten Bereichen, die ohne entsprechende Überwa-chungsmaßnahmen zuvor nicht betreten werden konnten, erheblich reduziert wird", so Michael Markus, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Karlsruhe am Institut für Technologie und Management im Baubetrieb.

Dass die Anpassung von Technologie aus der Bauwirtschaft zur Menschenrettung geeignete Lösun-gen hervorbringt, zeigt der vom THW präsentierte Schreitbagger, der Trümmerstrukturen überwinden kann und in schwierigstem Gelände einsetzbar ist. "Wir möchten aber nicht nur Technik präsentieren, sondern auch Nachwuchs für Hilfsorganisationen und Forschung gewinnen", erklärt Jakobus von Geymüller, Zugführer beim THW Karlsruhe, "viele Themen im Brand- und Katastrophenschutz erfor-dern eine Betrachtung und Optimierung". So wurden beispielsweise unlängst von der Karlsruher Feuerwehr, der Uni und dem THW gemeinsam zum Auftakt eines eventuellen Forschungsvorhabens verschiedene sprengtechnische Methoden zum Eindringen in Verglasungen untersucht, um die Ge-fahren bei der Brandbekämpfung im Umfeld von Niedrigenergie- und Passivhäusern verringern zu können.

Die gastgebende Feuerwehr Karlsruhe ist mit neuen Fahrzeugen vor Ort und präsentiert am Donnerstag, dem 8.10., um 11 Uhr eine Eröffnungs-Übung im Außengelände. Auch dort zeigt das THW einen eigens entwickelten Gewässerbelüfter, einen mobilen Pegel zur Darstellung von Wasserständen und Fahrzeuge zur Führung- und Kommunikationsunterstützung bei Großschadenslagen, sowie einen Oktokopter zur Luftaufklärung.

Text: David Domjahn, THW OV Karlsruhe

Ansprechpartner:
Dr. Markus Pulm, Markus.Pulm@brdir.karlsruhe.de, Branddirektion Karlsruhe,
Tel. 0721/133,3703
David Domjahn, David.Domjahn@thw-karlsruhe.de, THW OV Karlsruhe,
Tel. 0175/9359349
Dipl.-Ing. Sibylle Wirth, Sibylle.Wirth@iitb.fraunhofer.de, Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB, Tel. 0721/6091-300

Michael Markus, Markus@tmb.uni-karlsruhe.de, Karlsruhe Institute of Technology/KIT, TMB, Tel. 0721/608-3885

Sibylle Wirth | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iitb.fraunhofer.de/servlet/is/30009/
http://www.iitb.fraunhofer.de/servlet/is/28984/
http://www.messe-florian.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie