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Mehr Sicherheit für die „Cloud“

17.11.2011
Großer Erfolg für die Ruhr-Universität und ihr Horst Görtz Institut für Sicherheit (HGI): Ihr Antrag auf Einrichtung eines Graduiertenkollegs wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) angenommen. Der GRK 1817 „Neue Herausforderungen für die Kryptografie in ubiquitären Rechnerwelten“ startet 2012 und wird von der DFG für viereinhalb Jahre mit über 4 Millionen Euro gefördert.

In dieser Zeit wollen die IT-Experten vor allem für mehr Sicherheit in zukünftigen IT-Anwendungen sorgen. Konkrete Beispiele sind die intelligente Verkehrslenkung oder der elektronische Personalausweis und deren Vernetzung über die „Cloud“. Es handelt es sich um das einzige Graduiertenkolleg in Deutschland, das die ständig wichtiger werdende Datensicherheit als Thema hat.

Sicherheit im Internet der Dinge
Im digitalen Zeitalter sind kommunizierende medizinische Implantate oder die Kommunikation zwischen Automobilen längst Realität geworden. Diese Anwendungen agieren im Allgemeinen nicht in geschlossenen Netzen, sondern senden Daten zwischen kleinen eingebetteten Knoten und der „Cloud“, einem üblicherweise sehr großen und oft nicht scharf definierten Server und PC-Netz. Dabei weisen die neuartigen Anwendungen einen erheblichen Sicherheitsbedarf auf, beispielsweise bei der intelligenten Verkehrslenkung oder der Schutz digitaler Inhalte für den iPod oder das Kindle e-Buch. Im GRK 1817 „Neue Herausforderungen für die Kryptografie in ubiquitären Rechnerwelten“ sollen die Grundlagen für die Sicherheit in diesen sog. pervasiven Anwendungen erforscht werden. Ebenso werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innovative Sicherheitsmechanismen an realen Beispielen umsetzen, beispielsweise in medizinischen Implantaten.
In allen Kategorien Bestnoten
Zu den Wissenschaftlern des neuen DFG-Graduiertenkollegs gehören neben den IT-Sicherheits-Experten des HGI (aus den Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik bzw. Mathematik der RUB) auch eine Professorin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Sprecher des GRK 1817 ist Prof. Dr.-Ing. Christof Paar, der den Lehrstuhl Embedded Security an der RUB leitet. Er freute sich ganz besonders über das positive Votum der DFG: „Unser Antrag bekam in allen Kategorien bestmögliche Noten. Ausdrücklich gelobt wurden die wissenschaftliche Exzellenz und das überzeugende Gleichstellungskonzept. Die Ruhr-Universität hat sich hier wirklich von der besten Seite gezeigt.“ Im nächsten Jahr wird das Kolleg voraussichtlich 24 Doktorandinnen und Doktoranden aufnehmen. Hinzu kommen Post-Docs sowie neun Bachelorstudenten als Research Students, die direkt in die Forschungsprojekte des Graduiertenkollegs eingebunden sind. Mit über 500 Studenten in Sicherheitsstudiengängen ist die RUB größte Ausbildungsstätte für IT-Sicherheit in Europa.
Weitere Informationen
Prof. Dr.-Ing. Christof Paar, Geschäftsführender Direktor des HGI, Lehrstuhl Embedded Security, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RUB, 0234/3224075, emsec+office@rub.de

Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/

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