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Mehr IT-Sicherheit und Effizienz für den Mittelstand

03.11.2010
Ministerium bewilligt EUFH-Forschungsprojekt zur Informationssicherheit

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat einen Forschungsantrag zur Förderung vorgeschlagen, der unter der Leitung des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl neuartige IT-Sicherheitsmechanismen entwickeln will.

Im Rahmen des Wettbewerbs IKT.NRW wählte das Ministerium förderungswürdige Projekte aus, die in besonderer Weise der Stärkung unseres Bundeslandes als innovativer Technologie- und Dienstleistungsstandort dienen. Die Forscher der EUFH werden gemeinsam mit ihren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft die IT-Sicherheitssysteme von Serviceorientierten Architekturen (SOA) effizient und sicher gegen Angriffe von außen machen.

Von den Ergebnissen werden in erster Linie mittelständische Unternehmen in NRW profitieren, die am Ende über einen „Werkzeugkasten“ mit Software-Komponenten verfügen, die den gegenseitigen Datenaustausch sicher und effizient machen.

Bei dem Forschungsprojekt geht es um Serviceorientierte Architekturen (SOA). Das ist eine heute unter IT-Fachleuten viel diskutierte Methode, die für mehr Übersicht in teilweise über viele Jahre hinweg gewachsenen IT-Landschaften in Unternehmen sorgt. Serviceorientierung heißt dabei so viel wie konsequente Orientierung an den Dienstleistungen am Kunden. Die Fachwelt ist sich darüber einig, dass es so möglich ist, zu verhindern, dass IT-Landschaften unübersichtlich werden, sobald sich Prozesse im Unternehmen verändern.

Geschäftsprozesse werden von darunter liegenden langlebigen Anwendungen entkoppelt. Das zur Förderung vorgeschlagene Projekt hat mehr Sicherheit und Effizienz für solche Serviceorientierten Architekturen zum Ziel. Dies ist immer dann besonders wichtig, wenn mehrere Unternehmen zusammenarbeiten und Daten austauschen müssen, wie es bei vielen Anwendungen im Mittelstand der Fall ist. Unter Voraussetzung der positiven förderrechtlichen Prüfung durch die NRW.Bank startet das Projekt mit dem Namen „REAL SOA Security“ ab dem 1. März 2011.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun mit Vollgas an dem Projekt arbeiten können“, betonte Dr. Luigi Lo Iacono vom Fachbereich Wirtschaftsinformatik an der EUFH. „Unsere Partner und wir sind zusammen ein starkes Team, bei dem jeder eine ganz besondere und ausgezeichnete Expertise mitbringt sowie ein ganz eigenes starkes Interesse an einer schnellen und erfolgreichen Umsetzung hat.“ Bei dem Forschungsprojekt arbeitet die EUFH nicht nur mit Forschern der Ruhr-Universität Bochum zusammen, die wie Dr. Lo Iacono viel Know-How auf dem Gebiet der Informationssicherheit mitbringen.

Mit an Bord bei „REAL SOA Security“ (so der Name des Projekts) ist auch die SOPERA GmbH in Bonn, die durch die strategische Entscheidung der Deutschen Post gegründet wurde und ihre SOA-Plattform als Open Source Software auch weiteren Anwendern zu Verfügung stellt.. SOPERA hat das Interesse, der eigenen Plattform ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen, da es auf dem Markt eine Vielzahl von anderen Anbietern von SOA-Plattformen und angelehnten Beratungsdienstleistungen gibt. Beteiligt ist auch die Cologne Intelligence GmbH, ein Systemintegrator aus Köln, mit dem Ziel, die Neuentwicklungen nicht nur für eine bestimmte SOA-Plattform, sondern auch für viele andere nutzbar zu machen. So können möglichst viele Anwender – und insbesondere der Mittelstand – von den Projektergebnissen profitieren.

Am Beispiel realer Szenarien werden die Neuentwicklungen zum Projektende hin auf Herz und Nieren getestet. Dazu ist der Kooperationspartner der EUFH beim dualen Studium Wirtschaftsinformatik, die AOK Systems GmbH in Bonn, mit dabei. Das Unternehmen arbeitet u.a. imBereich der elektronischen Gesundheitskarte, bei der verschiedene Parteien aus dem Gesundheitswesen wie z.B. Ärzte und Krankenkassen zusammen arbeiten und sehr viele und sehr sensible Daten untereinander austauschen; eine harte Probe für die entwickelte Sicherheitssoftware und somit ideale Bedingungen für eine eine verbreitete Nutzung der Forschungsergebnisse!

Renate Kraft | EUFH
Weitere Informationen:
http://www.eufh.de

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