Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mach die Welt zu deinem Spielfeld: Entdecke ortsbasiertes Mixed Reality für dein Smartphone

19.07.2011
Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und TELECOM SudParis präsentieren auf der gamescom 2011 Tidy City und Portal Hunt, zwei ortsbasierte Outdoor Freeware-Spiele für Android-Mobiltelefone.

In Tidy City müssen Rätsel in und über die direkte Umgebung gelöst werden. In Portal Hunt jagen Spielteams mysteriöse Portale. In den Spielen interagieren die Spieler, die digitale Spielwelt und das reale Umfeld GPS-gesteuert miteinander. Löse deine Mission oder erstelle neue! gamescom, 17. – 21. August 2011 in Köln, Stand F08, A-018.


Tidy City, Karte mit Rätseln.
Foto: Fraunhofer FIT

Bei Tidy City geht es darum, Ordnung in das Chaos zu bringen. Ausgestattet mit einem Android-Mobiltelefon erkundet der Spieler seine Umgebung. Symbole auf einer Karte steuern ihn zu Objekten, die "aufgeräumt" werden müssen, weil sie sich nicht mehr am rechten Platz befinden. Dies können Gebäude, Marktplätze, Bäume, Brücken, Statuen aber auch historische Ereignisse sein. Die Objekte bestehen aus einem Rätseltext und einem Foto. Die Mission ist es, die Rätsel zu lösen und die Objekte zum angestammten Ort zurückzubringen. Glauben sich die Spieler an der richtigen Position, können sie das Objekt dort platzieren. Mittels GPS wird überprüft, ob die Spieler richtig stehen.

Beim Augmented Reality-Spiel Portal Hunt gehen die Spieler in Gruppen auf die Jagd nach Portalen, die in der Umgebung umherschwirren. Über GPS und Richtungssensoren wird Position und Aktionsrichtung der Spieler bestimmt. Haben sie ein Portal "eingekreist", können sie es einfangen.

"Tidy City und Portal Hunt sind so genannte Mixed Reality-Spiele, also ortsbasierte Anwendungen, in denen zwei Realitäten miteinander verschmelzen. Aus Virtualität und echter Realität entsteht eine gemeinsame, neugemischte Realität. Das eröffnet dem Spieler spannende Möglichkeiten, seine Umgebung neu zu entdecken", so Projektkoordinator Richard Wetzel vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT.

Wer will, kann für Tidy City und Portal Hunt selbst neue Missionen erstellen und andere zum Spielen einladen. Programmierkenntnisse braucht es dazu nicht. Die Spiele laufen auf allen Android-Mobiltelefonen ab Version 2.1. Tidy City kann kostenlos von der Webseite des Spiels (http://totem.fit.fraunhofer.de/tidycity/) heruntergeladen werden. Dort findet sich auch alles Notwendige, um selbst als Spielautor tätig zu werden. Tidy City eröffnet verschiedene Möglichkeiten, die Szenarien thematisch auszurichten. Denkbar ist etwa eine Rätselsammlung, die Touristen in spielerischer Weise an Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Aber auch für Großereignisse, etwa Messen, sind speziell angepasste Szenarien denkbar, die das Thema der Veranstaltung aufgreifen. Dazu wird aktuell eine zusätzliche WLAN-Ortungskomponente für Tidy City entwickelt.

Auf der gamescom wird zudem erstmalig ein Autorensystem zum Erstellen ganz eigener ortsbasierter Mixed Reality-Spiele in einer Vorversion präsentiert. Die webbasierte Anwendung ist eng mit einer mobilen Scout-Software verzahnt, mit der die Spielentwickler die Stadt erkunden und dabei die für das geplante Spiel benötigten Inspirationen und Daten zur späteren Weiterverwendung einsammeln können.

Fraunhofer FIT entwickelt die ortsbasierten Mixed Reality-Spiele und die Autorensysteme zusammen mit dem französischen Carnot-Institut Telecom & Management SudParis im Rahmen des vom BMBF und ANR geförderten Forschungsprojekts "TOTEM – Theorien und Werkzeuge zum Gestalten mobiler Mixed Reality Spiele" (http://www.totem-games.org). Das Spieldesign von Tidy City stammt aus der Feder von Michael Straeubig (i3games).

Frauhofer FIT und TELECOM SudParis sind auf der gamescom,
17. – 21. August 2011, in Köln, Freifläche F08, Stand A-018.
Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon +49 2241 14-2208

Alex Deeg | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise