Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie lassen sich Details in Eingebetteten Systemen erkennen?

01.08.2011
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur unter Leitung von Professor Rolf Drechsler an der Universität Bremen entwickelt die Firma Concept Engineering Visualisierungswerkzeuge für den Entwurf Eingebetteter Systeme.
Das Projekt „VisES“ (Förderkennzeichen 01M3197) mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Mit modernen Halbleitertechnologien können heute sehr viele Funktionen auf einem einzigen Chip integriert werden.

Aufgrund der Komplexität dieser Systeme steigen aber auch die Fehlerrisiken. Insbesondere in sicherheitskritischen Anwendungen – wie zum Beispiel in der Medizintechnik oder dem Anlagenbau – müssen daher Methoden erforscht werden, die Fehlfunktionen praktisch ausschließen.

Heutige Systeme bestehen häufig aus Milliarden von Komponenten, welche entworfen und analysiert werden müssen. Dabei fallen große Mengen an Daten an, die zu berücksichtigen sind. Um hier den Überblick zu behalten, werden die verfügbaren Informationen für den Benutzer graphisch aufbereitet. Zu diesem Zweck gibt es auf niedrigen Abstraktionsebenen bereits seit vielen Jahren leistungsfähige Computer-Werkzeuge. Doch diese stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. So sind die zahlreichen Details innerhalb der komplexen Strukturen für Menschen kaum noch zu erfassen. Um Fehler schnell zu erkennen und anschließend beheben zu können, muss die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine verbessert werden.

Die Entwicklung entsprechender Methoden wird im Vorhaben „VisES“ vom BMBF gefördert. Das Projekt ist Teil des „KMU-innovativ“-Programms, welches gezielt die Zusammenarbeit von mittelständigen Unternehmen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen unterstützt. Im Forschungsvorhaben werden Verfahren entwickelt, die von der abstrakten Beschreibung eines Systems eine leicht verständliche graphische Darstellung generieren. Mit dieser Ergänzung wird es dem Benutzer ermöglicht, durchgängig ein System auf verschiedenen Ebenen zu betrachten und zu analysieren. Dadurch wird ein ganzheitlicher Ansatz ermöglicht, um Fehler in komplexen Systemen schnell zu lokalisieren und damit Sicherheit und Robustheit zu gewährleisten.

Die Forschungen in VisES werden industrienah durch enge Kooperationen mit externen Anwendern, wie OneSpin Solutions GmbH (München) und GLOBALFOUNDRIES GmbH (Dresden) durchgeführt.

Die Concept Engineering GmbH in Freiburg im Breisgau arbeitet seit 1990 im Bereich der Visualisierung für den Schaltkreis- und Systementwurf. Ihre Visualisierungswerkzeuge sind bei über 50.000 Systemen weltweit bei Endkunden im Einsatz.

Die Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur der Universität Bremen forscht seit 2001 an der Entwicklung neuer Methoden und Algorithmen für Eingebettete Systeme. Das Ziel dabei ist es neue Ansätze und Verfahren industrienah zu entwickeln und im praktischen Umfeld auf ihre Verwertbarkeit hin zu analysieren.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich 3 Mathematik / Informatik
Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur
Prof. Dr. Rolf Drechsler
Robert Wille
Telefon: 0421 218-63947 oder 218 63932
E-Mail: drechsler@uni-bremen.de
E-Mail: rwille@informatik.uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie