Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kopplung von Simulation und virtueller Realität

23.02.2010
Partnerschaft in Forschung und Lehre: Institut für Mechatronik e. V. wird An-Institut der TU Chemnitz

Wenn bei den Olympischen Spielen in Vancouver die Skispringer abheben und die Eiskunstläufer zum Sprung ansetzen, steckt hinter ihrer sportlichen Leistung auch eine Menge Wissenschaft - erlaubtes Doping aus dem Rechner.

Forscher des Chemnitzer Instituts für Mechatronik e.V. etwa entwickeln Simulationssoftware, die Trainingswissenschaftler auf der Suche nach dem optimalen Absprung sowohl für Skispringer als auch für Eiskunstläufer unterstützt. Ab dem 24. Februar 2010 vertieft das Institut für Mechatronik als An-Institut der TU Chemnitz seine Zusammenarbeit mit der Universität in Forschung und Lehre.

"Meine Vision ist es, die Simulationssoftware mit dem Forschungsschwerpunkt unserer Professur, der Virtuellen Realität, zu koppeln", blickt Prof. Dr. Guido Brunnett in die Zukunft. Er ist Inhaber der Professur Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung sowie Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Mechatronik. "Das Institut für Mechatronik verfügt über hervorragende mathematische Kompetenz in der Dynamiksimulation von Mehrkörpersystemen. Mit der Anbindung als An-Institut der TU Chemnitz bietet sich die Möglichkeit, diese Kompetenz in die Entwicklung innovativer Softwareprodukte einfließen zu lassen.

Erhebliches Potenzial besteht unter anderem auf dem Gebiet der Virtuellen Realität. Virtuelle Umgebungen wirken erst dann realitätsnah, wenn die dort vorhandenen Objekte, zum Beispiel Menschen, Maschinen oder Autos, sich wie reale Objekte verhalten", sagt Brunnett und ergänzt: "Hierzu ist es notwendig, die Dynamik der Objekte unter Echtzeitanforderungen zu simulieren. Durch die Integration hocheffizienter Simulationswerkzeuge und moderner Visualisierungssoftware lässt sich eine neue Generation von VR- Systemen begründen, die eine nie da gewesene Realitätsnähe besitzen."

Die Forschungsschwerpunkte des Chemnitzer Instituts für Mechatronik liegen dabei einerseits auf der Biomechanik mit Anwendungen im Hochleistungssport, in der Reha, der Ergonomie und der Arbeitsprozessbewertung, andererseits auf Lastberechnungen, beispielsweise bei Windkraftanlagen oder so genannten fliegenden Bauten wie Achterbahnen und Karussells.

Bereits in der Vergangenheit gab es Kooperationen zwischen der Professur Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung und dem Institut für Mechatronik, so etwa im Projekt eMAN, in dem die Forscher gemeinsam mit der Professur Arbeitswissenschaft der TU Chemnitz und dem Chemnitzer Unternehmen imk automotive Bewegungsmodelle des Menschen für die Digitale Fabrik entwickeln. Weitere Kooperationen bestehen bereits zwischen dem Institut für Mechatronik und Maschinenbauern, Informatikern sowie Sportwissenschaftlern der TU.

Zudem haben Studenten die Möglichkeit, am Institut für Mechatronik Praktika zu absolvieren, Studienabschlussarbeiten zu verfassen und sich als studentische Hilfskräfte an Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu beteiligen.

Das Institut für Mechatronik e.V. im Internet: http://www.tu- chemnitz.de/ifm/

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Guido Brunnett, Telefon 0371 531- 31533, E-Mail guido.brunnett@informatik.tu-chemnitz.de.

Einladung zum Pressetermin

Sehr geehrte Damen und Herren der Medien,

im Namen von Prof. Dr. Guido Brunnett, Inhaber der Professur Graphische Datenverarbeitung und Visualisierung sowie Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Mechatronik, lade ich Sie am 24. Februar 2010 um 15 Uhr in das Institut für Mechatronik an der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 88, ein. Mitarbeiter des Instituts zeigen und erläutern Ihnen Anwendungen der Bewegungssimulation - zum einen an der Schnittstelle Mensch/Technik am Beispiel des Skisprungs, zum anderen an technischen Systemen am Beispiel von Windenergieanlagen. Um 16 Uhr unterzeichnen der Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, und Prof. Brunnett die Kooperationsvereinbarung zwischen der TU Chemnitz und dem Institut für Mechatronik e.V., dem neuen An-Institut der TU Chemnitz. Bei beiden Terminen ergeben sich interessante Foto- und Filmmotive sowie Gelegenheiten zum Gespräch. Sie erreichen das Gebäude über die Zufahrt Rosenbergstraße, das Institut befindet sich hinter dem Weinhold- Bau bzw. neben dem Schaumzentrum des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz IWU.

Mario Steinebach | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE