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Kooperation von Fraunhofer ISST und RISUS: Gemeinsame Entwicklung mobiler Pflegesoftwarelösungen

26.10.2011
Das Dortmunder Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST und die Risus GmbH aus Limburg, ein Spezialist für Microsoft-basierte Software für die Sozialwirtschaft, starten eine Entwicklungskooperation. In Zukunft wollen sie gemeinsam mobile Softwarelösungen für stationäre und ambulante soziale Dienste konzipieren.

Pfleger und Betreuer von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen betreuen in der Regel zahlreiche Klienten, indem sie von Wohnort zu Wohnort fahren, um dort ihre Leistung zu erbringen.

Ein derart mobiler Arbeitsplatz erfordert auch eine entsprechend mobile IT-Unterstützung: Smartphones und Tablet-PCs können helfen, direkt vor Ort die erbrachten Leistungen zu erfassen und an den Kostenträger zu senden. Auch die Koordination von Einsatzkräften kann über mobile Lösungen erfolgen.

Derartige Szenarien wollen das Fraunhofer ISST und die Risus GmbH in Zukunft unterstützen: Auf der Basis der nun geschlossenen Kooperationsvereinbarung entwickeln sie gemeinsam mobile »Clients« für die Risus-Softwareprodukte zur Stammdaten-, Strukturen-, Bewerber- und Betreuerverwaltung. Das Fraunhofer ISST unterstützt Risus insbesondere mit seinem Wissen über die Gestaltung von professionellen, leicht bedienbaren User Interfaces.

Kunden für die neuen mobilen Lösungen finden sich jedoch nicht nur im ambulanten, sondern auch im stationären Bereich. So benötigt besonders die Behindertenhilfe Unterstützung durch intelligente Technik. Aber auch Träger und Einrichtungen in der Alten-, Jugend- und Gefährdetenhilfe sowie Sozialdienste werden von den Ergebnissen dieser Zusammenarbeit profitieren. Erste Lösungen sollen schon 2012 verfügbar sein.

Pilotpartner ist die Diakonie Himmelsthür in Hildesheim. Diese bietet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreute Wohn- und Lebensangebote in verschiedenen Häusern und Wohngruppen in Niedersachsen an. Ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung sind spezifische und individuelle Lern-, Förder- und Arbeitsmöglichkeiten. Insgesamt beschäftigt die Diakonie Himmelsthür fast 2.000 Mitarbeitende, von denen ein Großteil mit diesem System arbeiten wird.

In Zukunft wollen die Partner auch über dieses Projekt hinaus gemeinsam in der IT-Forschung für die Pflege- und Sozialwirtschaft agieren. Nähere Informationen zu der Kooperation bieten die Partner auf der ConSozial (2. und 3. November 2011 in Nürnberg) am Stand der Risus GmbH (Halle 7A, Stand 325).

Britta Klocke | idw
Weitere Informationen:
http://www.isst.fraunhofer.de

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