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Kommunikation ist Schlüsseltechnologie für intelligente Automation

14.06.2012
Zukünftige Automatisierungskonzepte sollen sich dadurch auszeichnen, dass sie Maschinen ermöglichen, im Betrieb zu lernen und sich bei Veränderungen in der Umgebung selbst anzupassen.
Dies ist ein Fazit aus den Trends und Arbeitsergebnissen des diesjährigen „IEEE International Workshop on Factory Communication Systems” – kurz „WFCS“. Ende Mai trafen sich dazu rund 100 internationale Wissenschaftler auf der weltweit bedeutendsten Veranstaltung im Bereich industrieller Kommunikation im CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT).

Nach Städten wie Nancy, Turin oder Wien machte die WFCS in diesem Jahr Station im ostwestfälisch-lippischen Lemgo. Mit dem Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum INA waren zwei führende Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet für die inhaltliche Ausgestaltung und Organisation verantwortlich.

Selbstkonfiguration war eines der Stichworte, um die sich viele der Beiträge und Diskussionen drehten. „Allgemein versteht man darunter die automatische Konfiguration von Komponenten eines Systems“ erläutert Professor Jürgen Jasperneite, Leiter beider Forschungseinrichtungen die Thematik. Dabei zieht er ein bekanntes Beispiel aus dem Bereich der Computertechnik heran, die USB-Schnittstelle sowie das Plug-and-Play-Prinzip. „Heute ist es aus Benutzersicht sehr einfach geworden Peripheriegeräte, wie Kameras oder Speicher, per USB mit dem Computer zu verbinden. Die zugrunde liegende Technik ist sehr wohl als komplex einzustufen, bleibt dem Benutzer aber durch Verfahren der Selbstkonfiguration verborgen“, so Jasperneite. Unter dem Dach des CIIT widmen sich beide Lemgoer Forschungseinrichtungen diesem Themenkomplex auch im BMBF-Spitzencluster Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe (it´s OWL).

Hier werden mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region technische Systeme mit inhärenter Teilintelligenz entwickelt, die auf veränderte Umweltbedingungen reagieren, ihr Verhalten selbstständig und situationsgerecht anpassen, um mit anderen technischen Systemen weltweit im Cyber Space kommunizieren zu können. Derartige Intelligente Technische Systeme werden in Zukunft in zunehmendem Maße in den unterschiedlichsten Anwendungen und Prozessen zu finden sein (Smart Grid, Automobil, Produktion, Gebäudeautomation, etc.). Ziel ist eine weitestgehend selbstkonfigurierende Systemintegration nach dem Plug-and-Play-Prinzip, um die heute noch zeitaufwendige und fehleranfällige manuelle Konfiguration der Systeme zu überwinden.

Zum IEEE International Workshop on Factory Communication Systems (WFCS)
Die Fachtagung fand 2012 bereits zum 9. Mal statt. Sie stellt auf dem Fachgebiet der industriellen Kommunikationssysteme die weltweit bedeutendste Veranstaltung des „Institute of Electrical and Electronics Engineers“ (IEEE), dem größten Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik, dar.

Ziel der Konferenz ist es, Forscherinnen und Forschern, Fachexperten und Entwicklern eine Plattform zu bieten, um aktuelle Entwicklungen und Trends im Bereich der Forschung zu diskutieren sowie neue Ideen zu präsentieren. Sie behandelt alle Aspekte von Kommunikationsnetzwerken in technischen Anwendungen der Verfahrens- und Fertigungstechnik, in Gebäudeautomation und Automotive: Echtzeitsysteme, Verfügbarkeit, Systemintegration, Informations- und Kommunikationstechnologie in der Automation sowie aktuelle Forschungsthemen.

Julia Wunderlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de

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