Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

»Kölner Lichter 2010«: Mobile Dienste für Sicherheit

16.09.2010
Wie kann man mobile Dienste bei Großveranstaltungen nutzen, um sowohl Besuchern als auch Einsatzkräften einen Mehrwert zu bieten?

Diese Frage steht im Mittelpunkt des Verbundprojekts »VeRSiert«. Ein erster Praxistest des dort entwickelten Konzepts fand im Rahmen der »Kölner Lichter 2010« statt.

In vielen Metropolregionen finden immer häufiger Großveranstaltungen statt, bei denen enorme Besucherströme bewältigt werden müssen. Dank der zunehmenden Verbreitung internetfähiger Smartphones können mobile Dienste sowohl bei der Durchführung von Veranstaltungen als auch im Bereich des Notfallmanagements einen wertvollen Beitrag dazu leisten.

Wie das in der Praxis funktioniert, haben Wissenschaftler und Assistenten im Rahmen der »Kölner Lichter 2010« rund um den Kölner Hauptbahnhof zusammen mit ausgewählten Besuchern getestet. Im Fokus standen dabei die Bedienbarkeit und der Nutzen neuartiger Mobiler Dienste, die vom Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart, das eng mit Fraunhofer IAO kooperiert, speziell für den Einsatz bei Großveranstaltungen konzipiert wurden.

Mobile Endgeräte ermöglichen den Austausch von Fotos und Kurznachrichten, Mitteilungen durch Veranstalter und Verkehrsunternehmen, das einfache Auffinden von Freunden sowie die Orientierung im Veranstaltungsgebiet. »Mit denselben Funktionalitäten wären auch Notfallmeldungen durch die Teilnehmer sowie Warnmeldungen und Verhaltenshinweise durch öffentliche Institutionen möglich«, erläutert der Leiter des Feldtests, Dr. Heiko Roßnagel vom IAT. Der Clou des Konzepts liegt in der engen technischen und organisatorischen Verzahnung der Mehrwertdienste für Veranstaltungsteilnehmer mit den Sicherheitsaktivitäten von Einsatzkräften. Denn nur wenn diese im »Veranstaltungsalltag« eingebunden sind, werden alle Beteiligten sie auch im Notfall intuitiv bedienen können.

Dieser Ansatz wurde bereits vorab mit Vertretern der Stadtverwaltung Köln, der Kölner Verkehrs-Betriebe, der Berufsfeuerwehr Köln, des Bahnhofsmanagements, der Bundespolizei, des Polizeipräsidiums Köln, des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg und des Veranstalters der Kölner Lichter diskutiert. Dabei wurde u.a. die Option erörtert, ortsbezogene Notfallmeldungen mit Bildmaterial direkt in den Leitzentralen zu erhalten. Im nächsten Schritt soll das Konzept um gesicherte Chaträume für spezielle Gruppen von Einsatzkräften erweitert werden.

Die Mobilen Dienste sind das zentrale Ergebnis des IAT im Verbundprojekt »VeRSiert« (Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei Großveranstaltungen), welches bis Mitte 2011 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird (http://www.versiert.info).

Ihr Ansprechpartner bei weiteren Fragen:
Fraunhofer IAO
Dr. Wolf Engelbach
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2128
wolf.engelbach@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.versiert.info
http://www.swm.iao.fraunhofer.de/Projektbeispiele/forschung/versiert.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten
22.08.2017 | Fraunhofer IPM

nachricht Kieler Wissenschaft entwickelt exzellentes Forschungsdatenmanagement
21.08.2017 | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen