Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Klick und seine Folgen - TU-Informatiker koordiniert DFG-Programm zur Sicherheit von Software-Systemen

19.10.2010
Für die Sicherheit von Softwaresystemen sorgen gemeinhin Firewalls, Zugangskontrollen oder die Kryptographie.

Diese Mechanismen haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, reichen aber bei immer komplexer werdenden und sich weiter vernetzenden Softwaresystemen nicht mehr aus, um die Gesamtsicherheit der Softwaresysteme „im Großen“ zu garantieren.

Hier setzt das Schwerpunktprogramm "Reliably Secure Software Systems” der DFG an, das im Oktober 2010 unter der Koordination des Darmstädter Informatik-Professors Heiko Mantel startet. Übergeordnetes Ziel des Programms ist es, die Sicherheit von komplexen Softwaresystemen zuverlässig überprüfbar zu machen.

Wer mit modernen Softwaresystemen arbeitet, wird zuweilen vor Entscheidungen gestellt, über deren Konsequenzen er sich nicht in angemessener Weise informieren kann – etwa bei der Frage: „Wollen Sie dem Programm browser.exe den LAN-Zugriff erlauben?“. Hier wird weder klar, ob bei einer Zustimmung persönliche Daten gefährdet sind oder etwa Dritte Zugang zum Rechner erhalten.

Das DFG-Schwerpunktprogramm „Reliably Secure Software Systems” (kurz: RS3) zielt daher darauf ab, die Grenzen der mechanismenorientierten Sicherheitstechnologie zu überwinden und einen Paradigmenwechsel hin zu einem eigenschaftsorientierten und mathematisch fundierten Zugang in der Sicherheitsforschung einzuleiten.

Dem Nutzer würden dann nicht nur die zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen, sondern auch deren mögliche Konsequenzen mitgeteilt. Im konkreten Fall könnte die Anfrage zukünftig begleitet werden durch die Garantie „Die hierbei versendeten Daten sind unabhängig von Ihren persönlichen Daten in den Verzeichnissen myDocuments, myPictures und myMusic“ oder auch die Warnung „Hierbei werden Daten aus Ihrer Browserhistorie versendet“. Eine zuverlässige Zertifizierung derartig aussagekräftiger Sicherheitsgarantien soll durch die Verwendung mathematisch fundierter Methoden und Analysewerkzeuge möglich werden.

Unter der Koordination von Prof. Dr. Heiko Mantel, Leiter des Fachgebiets Modellierung und Analyse von Informationssystemen an der TU Darmstadt, stellen sich namhafte Forscher aus ganz Deutschland gemeinsam der Herausforderung, die Grundlagen für eine zuverlässige Zertifizierung sicherheitskritischer Software zu erforschen. Am Schwerpunktprogramm beteiligt sind Universitäten und Technische Universitäten in Augsburg, Darmstadt, Dortmund, Erlangen, Freiburg, Kaiserslautern, Karlsruhe, Mannheim, München, Münster, Rostock, Saarbrücken und Trier, sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und das Max-Planck Institut für Informatik.

Pressekontakt:
Prof. Dr. Heiko Mantel
Telefon: 06151/16-6651
E-Mail: mantel@mais.informatik.tu-darmstadt.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie