Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Junge Nanotechnologen wollen neuartige Chipstrukturen erforschen

28.11.2008
Vier neue Helmholtz-Nachwuchsgruppen in Jülich

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat vier herausragende Jülicher Nachwuchswissenschaftler ausgewählt, die nun im Forschungszentrum eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen können. Die Jülicher Nanotechnologen erhalten ein Jahresbudget von mindestens 250 000 Euro über fünf Jahre und eine Option auf eine unbefristete Anstellung (Tenure Track).

An den Computerprozessoren von Übermorgen will Dr. Yuriy Mokrousov mit seiner Gruppe in Jülich arbeiten. Er wird quantenmechanische Konzepte in Festkörpern untersuchen, die Grundlage neuer Chips seien könnten. Dr. Michael Angst und sein Team wollen Keramiken untersuchen, die magnetische und ferroelektrische Eigenschaften kombinieren.

Daraus könnten schnelle Computerarbeitsspeicher entstehen, die ihre Informationen auch ohne Strom- oder Spannungszufuhr sicher speichern. Beide Forscher profitieren von der weltweit renommierten Infrastruktur des Forschungszentrums, etwa dem Jülich Supercomputing Centre (JSC) oder dem Jülich Centre for Neutron Science (JCNS).

Die dritte Nachwuchsgruppe um Dr. Ruslan Temirov wird mit dem Rastertunnelmikroskop die Verbindung von organischen und metallischen Werkstoffen untersuchen. Dr. Bernhard Wolfrum schließlich entwickelt Werkzeuge zur chip-basierten Untersuchung einzelner Zellen.

"Dass sich vier neue Nachwuchsgruppen in Jülich ansiedeln, zeigt, welch gute Möglichkeiten wir jungen Forschern bieten", sagt Dr. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstandes im Forschungszentrum Jülich. "Den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt zu fördern ist bewusste Strategie in Jülich. Ich wünsche den Gruppen viel Erfolg und Freude bei der wissenschaftlichen Tätigkeit in den nächsten Jahren."

Insgesamt haben sich nun 17 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren mit externen Fachbegutachtungen und Präsentationen vor einer interdisziplinären Jury durchgesetzt. Nach drei bis vier Jahren werden alle Gruppen einer Zwischenevaluation unterzogen. Fällt diese positiv aus, kann die Stelle in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen. Die Leiter einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe können selbstständig forschen und ihre Ideen realisieren. Sie profitieren von der Ausstattung und den Arbeitsbedingungen in einem Großforschungszentrum.

Insgesamt fördert die Helmholtz-Gemeinschaft jetzt 97 Helmholtz-Nachwuchsgruppen. Die Kosten werden zur Hälfte aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft gedeckt, zur anderen Hälfte von den Helmholtz-Zentren getragen. Damit können die Nachwuchsgruppenleiter neben ihrer eigenen Stelle in der Regel drei Mitarbeiter sowie die Laborausstattung finanzieren.

Mehr Informationen:
http://www.helmholtz.de/aktuelles/pressemitteilungen/artikel/detail/
17_neue_helmholtz_nachwuchsgruppen/
Pressekontakt:
Kostas Schinarakis, Tel. 02461 61-4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich…
… betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Kostas Schinarakis | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften