Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

JUGENE bleibt auf Platz 1 in Europa

17.11.2008
Jülich baut Supercomputer-Standort aus / Supercomputer JUROPA kommt im Frühjahr 2009 mit über 200 Teraflop/s

Europas schnellster Supercomputer steht weiterhin in Jülich. Mit dem Supercomputer JUGENE belegt das Forschungszentrum Jülich Platz 11 in der heute veröffentlichten TOP500-Rangliste der schnellsten Rechner der Welt. Neue Superrechner werden im Jahr 2009 den Standort Jülich im Bereich Supercomputing und wissenschaftliche Simulationen weiter stärken.

In der dritten Rangliste in Folge verteidigt JUGENE (Jülicher Blue Gene) den europäischen Spitzenplatz. „Ein guter Indikator, dass wir in Jülich zur richtigen Zeit in die richtige Technologie investiert haben“, sagt Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülicher Supercomputing Centre. „Aber um unseren Nutzern auch in Zukunft die passenden Rechenressourcen anbieten zu können, werden wir die zwei Säulen unseres dualen Konzeptes modernisieren und weiter ausbauen.“

Einerseits ist für das Frühjahr 2009 der Bau eines über 200 Teraflop/s starken Rechners namens JUROPA geplant (Jülich Research on Petaflops Architecture). Hauptlieferant wird der französische Hersteller Bull sein, die Partner Intel, Sun und Partec werden Komponenten beisteuern. Die Rechnerarchitektur wurde von den Jülicher Experten anhand der Nutzeranforderungen entwickelt. Der Cluster-Rechner JUROPA wird energieeffizient und leistungsstark für datenintensive Simulationen bereit stehen, etwa aus der Energie- und Umweltforschung. Die JUROPA-Hardware besteht aus: Bull Nova-Scale-Server, Sun-Infiniband-Netzwerk, 16 000 Intel Xeon-Nehalem-Prozessoren und ParTec-Cluster-Betriebsystem.

„Andererseits wollen wir 2009 auch den ersten europäischen Supercomputer mit über einem Petaflop/s-Leistung nach Jülich holen“, erklärt Lippert. Mit einem Rechner von einem Petaflop/s (eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde) könnten sehr rechenintensive Projekte aus der Teilchen- und Materialforschung in Angriff genommen werden. Um die Frage zu klären, welche Technologie beim Petaflop/s-Rechner zum Tragen kommt, werden in Jülich verschiedene Prototypen getestet. „Diese Systeme werden uns helfen zu klären, welcher Weg für Petaflop/s-Computing in Deutschland der effektivste ist“, erklärt Thomas Lippert.

Das Jülich Supercomputing Centre forciert mit seinen Partnern im Gauss-Centre und in PRACE die Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Supercomputer-Infrastruktur. Rund 200 Forschergruppen aus ganz Europa nutzen die Rechner und das Know-how in Jülich. Die Simulationswissenschaft gilt in der Forschung mittlerweile neben Theorie und Experiment als drittes Standbein.

Die aktuelle TOP500-Liste der schnellsten Rechner der Welt
http://www.top500.org
Die aktuelle Broschüre Supercomputing (PDF, 2.3 MB)
http://www.fz-juelich.de/portal/www.fz-juelich.de/portal/datapool/page/569//Supercomp_netz.pdf
Supercomputer und Simulationswissenschaften in Jülich
http://www.fz-juelich.de/supercomputer
Pressekontakt:
Kosta Schinarakis, Tel. 02461 61-4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich…
… betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

Kosta Schinarakis | Forschungszentrum Jülich GmbH
Weitere Informationen:
http://ww.fz-juelich.de
http://www.top500.org
http://www.fz-juelich.de/supercomputer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Wie Drohnen die Unterwelt erkunden
21.02.2018 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Neuer 3D Portrayal Service Standard veröffentlicht
20.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics