Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Frühwarnsystem: Hochschule Darmstadt und CASED an Forschungsprojekt „iAID“ beteiligt

05.06.2012
IT-Systeme von Unternehmen, aber auch Dienste von Internet Service-Providern sind zunehmend über Computernetzwerke miteinander verknüpft.
Eine immer größere Rolle spielen dabei Cloud Computing–Technologien, über die Daten in virtuellen Schließfächern im Internet gespeichert werden. Allerdings nehmen die Attacken auf diese Netzwerke zu: Kriminelle versuchen, Kundendaten zu stehlen oder die Verfügbarkeit von Diensten einzuschränken.

Die Hochschule Darmstadt (h_da) und das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) sind an einem Forschungsprojekt beteiligt, dessen Ziel es ist, ein IT-Frühwarnsystem und damit effektive und schnell greifende Vorbeuge- und Schutzmechanismen gegen IT-Attacken zu entwickeln. „Innovative Anomaly and Intrusion Detection“ (iAID) ist ein Verbundprojekt, an dem ausgehend vom Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen auch die Fachhochschule Frankfurt, die Ruhr Universität Bochum, die Dr. Bülow & Masiak GmbH sowie die Vodafone D2 GmbH beteiligt sind. Das Projekt läuft noch bis August 2014 und ist mit einem Etat von einer Million Euro ausgestattet.

Das Darmstädter Team um Prof. Harald Baier, Professor für Internet-Sicherheit am Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt und Mitglied des CASED-Direktoriums, entwickelt in einem ersten Schritt ein Modell zur besseren Einschätzung und Erkennung von so genanntem unnormalem Netzwerkverhalten (wenn über das Netzwerk eines Internet Service Providers zum Beispiel gerade massenhaft Spam-Mails versendet werden). In einem zweiten Schritt sollen dann technische Lösungen entwickelt werden, um Angriffe schnell zu erkennen und abzuwehren. Der Vorteil für Unternehmen und Internet Service Provider: ein schnelles und zuverlässiges Abblocken von IT-Attacken kann nicht nur den finanziellen Schaden in Grenzen halten, sondern auch einen Imageverlust, der entstehen kann, wenn etwa Kundendaten ausspioniert werden.

Das in Planung befindliche IT-Frühwarnsystem soll zudem große Datenmengen gleichzeitig analysieren können und dabei zuverlässiger Fehler ausschließen als die aktuell am Markt befindlichen Systeme. Des Weiteren sollen Vorgaben und Bestimmungen des Datenschutzes eingehalten werden, etwa durch die Verfremdung der analysierten IP-Adressen.

Ansprechpartner für die Medien
Hochschule Darmstadt
Fachbereich Informatik

Prof. Dr. Harald Baier
Schöfferstaße 8b D-64295 Darmstadt
Tel +49.6151.16-8421
Mail h.baier@fbi.h-da.de

Martin Wünderlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.h-da.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

„Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern

20.10.2017 | Agrar- Forstwissenschaften

Aus der Moosfabrik

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie