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Intelligente Software- und Hardwaresysteme als Bindeglied im europäischen Katastrophenmanagement

23.11.2012
Internationale Hilfsgüterlieferungen und personelle Unterstützung bei Erdbeben-, Hochwasser- oder Sturmschäden gelten heute als Selbstverständlichkeit. Doch neben sprachlichen Barrieren und oft schlechten Witterungsbedingungen in den Katastro-phengebieten erschweren auch uneinheitliche Standards, Ausrüstungen und Ablaufvorschriften die Arbeit der Einsatzkräfte.

Immer stärker wird auch der Alltag der Retter bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Europa durch moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) geprägt.

Die neuartigen Systeme erleichtern beispielsweise das schnelle Finden hilfebedürftiger Menschen oder die optimale Planung des Einsatzes von Rettungstechnik, Pumpen und anderen Ressourcen. Schwierig wird es in großflächigen Katastrophenlagen, bei denen Einsatzkräfte aus verschiedenen Ländern zusammenarbeiten müssen. Dann nämlich sorgt die Vielzahl unterschiedlicher IT-Systeme dafür, dass der elektronische Austausch von Informationen über Organisationsgrenzen hinweg kaum oder nicht effizient möglich ist, weil es an einheitlichen Standards für Schnittstellen oder manchmal einfach nur der nötigen Infrastruktur zur Datenübertragung mangelt.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt IDIRA setzt genau an diesem Problem an. Insgesamt 18 Organisationen aus 7 unterschiedlichen EU-Staaten suchen über einen Zeitraum von vier Jahren gemeinsam nach Lösungen. Als deutsche Partner sind das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI und das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen beteiligt.

Am 22. November 2012 wurde im Rotkreuz-Zentrum Sachsen die erste offizielle Zwischenpräsentation vor Vertretern der Europäischen Union erfolgreich absolviert. Dieser wichtige Meilenstein macht für das Projektkonsortium den Weg für die weitere Bearbeitung in den nächsten Monaten frei. Die Ergebnisse des Projektes werden in den Jahren 2013 und 2014 im Rahmen kleinerer und groß angelegter Einsatzübungen getestet, wobei für Sachsen und die angrenzenden Regionen in Polen und der Tschechischen Republik Hochwasser-Szenarien im Vordergrund stehen sollen.

Mit dem Abschluss des Projektes IDIRA im April 2015 wird sich zeigen, in welchem Maße die europäischen Länder auch im Bereich des Katastrophenmanagements ein Stück näher zusammenrücken konnten.

Ansprechpartner

Fraunhofer-Institut für Verkehrs-
und Infrastruktursysteme IVI

Dr. Kamen Danowski
Abteilungsleiter

Telefon +49 (0)351/ 46 40-660
kamen.danowski@ivi.fraunhofer.de

Elke Sähn
Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon +49 (0)351/ 46 40-612
presse@ivi.fraunhofer.de

Elke Sähn | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.idira.eu/
http://www.ivi.fraunhofer.de/

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