Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intel und DFKI kooperieren für das für 3D-Internet der Zukunft

09.12.2009
Seit Dezember 2009 ist der weltweit führende Halbleiterhersteller Intel Industriegesellschafter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) zusammen mit Daimler, BMW, SAP, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Microsoft, Bertelsmann, IDS Scheer, Harting, Deutsche Messe.

Das DFKI verbindet Forschungsexzellenz mit Anwendungsorientierung. Bereits im Mai 2009 war Justin Rattner, Director Corporate Technology Group und Intel Chief Technology Officer, zur Eröffnung des Intel Visual Computing Institutes am DFKI.

Am heutigen Mittwoch unterzeichnete Joseph Schütz, Director Microprocessor & Programming Research, VP Intel Labs, Intel Corporation, den Vertrag über den Erwerb des DFKI-Gesellschaftsanteils. Die Unterzeichnung stand auch im Kontext der laufenden Intel Visual Computing Konferenz (8.-10.12.), die in Saarbrücken ausgerichtet wird (http://visualcomputingresearch.com/).

"Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, auf vielen Forschungsgebieten mit den Wissenschaftlern des DFKI zusammenzuarbeiten und Netzwerke aufzubauen, unter anderem in den Bereichen rechnergestützte Statistik sowie Schnittstellen- und Sprachtechnologien", führt Joseph Schütz, VP Intel Labs, an. "Es gibt viele Synergien in der Forschung von Intel und DFKI, und wir schauen der engen Zusammenarbeit mit dem DFKI freudig entgegen."

"Der Erwerb des DFKI-Gesellschaftsanteils durch Intel ist eine Bestätigung für die wirtschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung des DFKI. Es ist aber auch ein Erfolg für das Saarland, das im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien eine hochattraktive Region ist mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Die Verzahnung von Grundlagenforschung und Anwendungsorientierung auf dem Campus der Universität des Saarlandes hat Vorbildcharakter. Deshalb unterstützt das Land die Erweiterung des DFKI mit 50% Förderung und 2,25 Mio. EUR aus europäischen Strukturfördermitteln, und deshalb engagiert sich Intel als neuer DFKI-Gesellschafter und trägt zusammen mit der Universität und dem DFKI das Intel Visual Computing Institute", erklärt Dr. Christoph Hartmann, Wirtschafts- und Wissenschaftsminister des Saarlandes.

"Wir sind sehr stolz darauf, dass sich Intel entschieden hat, mit dem DFKI diese Innovationspartnerschaft einzugehen. Für das DFKI ist Intel als Kooperations- und Projektpartner eine ideale Ergänzung zum bisherigen Gesellschafterkreis", so DFKI-Chef Prof. Dr. Wolfgang Wahlster. "DFKI-Innovationen können jetzt noch leichter in die kommerzielle Umsetzung eingehen und über Intel den Massenmarkt erreichen. Gemeinsame Interessensgebiete sind beispielsweise Visualisierung und vor allem das 3D-Internet der Zukunft, in dem virtuelle Welten dreidimensional erfahrbar sind."

"Zusammen mit Intel will das DFKI Basistechnologien für das 3D-Internet weiter entwickeln, um so die Entwicklung der Informationstechnologie zusätzlich zu dynamisieren. DFKI- und Intel-Mitarbeiter werden Hand in Hand im DFKI am Standort Saarbrücken zusammenarbeiten", sagt Prof. Dr. Philipp Slusallek, DFKI-Forschungsbereichsleiter Agenten und Simulierte Realität und einer der Initiatoren des Intel Visual Computing Institute.

Durch leistungsfähigere Berechnungs- und Simulationsverfahren, die Verfügbarkeit von hochparalleler Hardware, 3D-Displays und Eingabegeräten hat der Einsatz von Simulierter Realität in der Industrie stark zugenommen. Am DFKI geht man jetzt noch einen Schritt weiter und kombiniert neueste Visualisierungstechniken mit Methoden der Künstlichen Intelligenz. Die realitätsgetreue Abbildung von Geräteverhalten wie Maschinen und Verkehr oder die präzise Simulation von Beleuchtung unterstützen die Ausbildung in nicht existierenden Umgebungen oder in gefährlichen Situationen.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie dem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Das Finanzierungsvolumen lag 2008 bei ca. 27 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 300 Mitarbeiter aus 46 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Multiagententechnologie, Simulierte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Bildverstehen, Mustererkennung, Robotik, Sichere Kognitive Systeme, Erweiterte Realität und Wirtschaftsinformatik. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und über 50 Spin-Off Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

DFKI-Pressekontakt
Reinhard Karger, M.A.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Campus, Geb. D 3.2, D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 (0)681-302 5253
Fax: +49 (0)681-302 5485
Mobil: +49 (0)151 15674571
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de

Reinhard Karger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise