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Innovative Suche fürs weltweit größte Physiklabor

24.09.2008
Riesige Datenmengen aus den Experimenten des Teilchenbeschleunigers am Forschungszentrum CERN laufen in Karlsruhe zusammen. Diese werden in einem weltweit vernetzten Grid Rechenzentrum gespeichert und verarbeitet.

Der Globale Grid User Support am Forschungszentrum Karlsruhe setzt beim projektbezogenen Informationsmanagement auf die am Fraunhofer IGD entwickelte Suchmaschinen-Technologie ConWeaver.

Das Forschungszentrum Karlsruhe zählt zu einer der größten Forschungseinrichtungen für Natur- und Ingenieurwissenschaftler in Europa. Weltweit greifen täglich Tausende von Wissenschaftlern auf die im Rechenzentrum gespeicherten Daten zu. Seit Anfang September 2008 laufen noch mehr Daten in Karlsruhe zusammen. Hier ist einer der Hauptknotenpunkte, über den die Daten für das Großexperiment mit dem Teilchenbeschleuniger am europäischen Forschungszentrum CERN in Genf laufen.

Die Experimente des Large Hadron Collider am CERN generieren riesige Datenmengen. Experten schätzen bei einzelnen Experimenten bis zu mehreren Gigabyte pro Sekunde. Um diese effektiv auswerten zu können, haben Wissenschaftler eine weltweite Grid-Infrastruktur aufgebaut. Dazu gehören elf Regional-Operating-Centers (ROCs) mit jeweils Tausenden von vernetzten Rechnern unter anderem in Deutschland, Taiwan und den USA. Als eines der ROCs stellt das Forschungszentrum Karlsruhe Rechen- und Speicherkapazitäten bereit und sorgt dafür, dass der weltweite Grid-User-Support koordiniert wird.

Die Teams der ROCs stellen First-Level-Support im Wochentakt rotierend zur Verfügung. Dadurch kennen sich die Teams nicht persönlich, die Zeitunterschiede der verschiedenen Standorte erschweren die Arbeit. Ein Helpdesk-Mitarbeiter in Karlsruhe kennt nicht die Anfragen, die ein Kollege in Taipeh eine Woche zuvor bearbeitet hat.

Das Projekt "Global Grid User Support" (GGUS) nimmt sich dieser Probleme an und setzt bei der Problemlösung auf eine intelligente informationstechnische Lösung. GGUS integriert eine Suchmaschine, welche Best-Practices und Problemlösungen nicht nur findet, sondern für eine gegebene Problemstellung auch selbständig Lösungen und Best-Practices vorschlägt.

Die Such- und Vorschlagsfunktion basiert auf der ConWeaver-Technologie des Fraunhofer Spin-offs ConWeaver GmbH. Sie wurde vom GGUS-Team zusammen mit den ConWeaver-Mitarbeitern des Fraunhofer IGD speziell für den GGUS angepasst. "Für die große Herausforderung, der sich der Helpdesk gegenübersteht, sind solche innovativen informationstechnologischen Lösungen ein angemessenes Mittel" erklärt Rainer Kupsch, damals zuständiger Abteilungsleiter des Forschungszentrums Karlsruhe. "Indem die Produktivität der Supportmitarbeiter und die Qualität der Antworten verbessert werden, können die Grid-relevanten Probleme schneller gelöst werden", so Dr. Antoni, Gruppenleiter beim GGUS.

Das ConWeaver-Team stellt seine Technologie auf dem 4. Semantics Day "Anwenderworkshop - Sematische Suche mit ConWeaver" am 12.November 2008 in Darmstadt vor.

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Kamps
Deputy Department Manager/Head of ConWeaver Team
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Geschäftsführer ConWeaver GmbH
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Tel +49 6151 155-651
Fax +49 6151 155-139
E-Mail: thomas.kamps@conweaver.de

Bernad Lukacin | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.conweaver.de
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a3/index.html

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