Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Netzwerk 100 Mal schneller als WLAN

20.03.2017

System nutzt Lichtstrahlen zur störungsfreien Datenübertragung

Forscher der Eindhoven University of Technology http://tue.nl/en haben ein Hightech-Drahtlosnetzwerk entwickelt, das 100 Mal schneller als herkömmliche WLAN-Netzwerke ist.


Internet: Geschwindigkeit überzeugt

Foto: pixelio.de/Thorben Wengert

Das neue System basiert auf Infrarotstrahlen. Die Datenübertragungsrate liegt bei 40 Gigabit pro Sekunde pro Lichtstrahl. Das Netzwerk kann mit mehreren mobilen Devices zur gleichen Zeit verbunden werden, ohne dass es dabei zu Störungen kommt.

Lichtspektrum genutzt

"Dabei handelt es sich nicht um das erste Projekt, welches das Lichtspektrum nutzt. Obwohl es sich hierbei um einen vielversprechenden Ansatz handelt, ist die Überbrückung in Räumlichkeiten weniger eine Herausforderung als der generelle Ausbau von Breitbandinfrastruktur", erklärt Maximilian Schubert, Generalsekretär der Internet Service Providers Austria http://ispa.at , im Gespräch mit pressetext. Die 2020 aufkommende 5G-Technologie werde ebenfalls hohe Datenübertragungsraten ermöglichen.

Die Datenübertragung des neuen Ansatzes basiert auf ein paar zentralen Lichtantennen, die beispielsweise an der Decke fixiert werden können. Diese leiten die Infrarotstrahlen, welche mittels Glasfaser transportiert werden.

Da dieses Netzwerk über keine beweglichen Komponenten verfügt, ist dieses völlig wartungsfrei und benötigt keine Stromversorgung. Die Antennen beinhalten ein Gitterpaar, das Lichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlängen sowie in verschiedenen Winkeln abgibt.

Auf kurze Distanzen getestet

Durch eine Veränderung der Wellenlänge der Lichtstrahlen wird auch die Richtung des Strahls angepasst. Das Infrarotlicht ist für das menschliche Auge völlig unbedenklich. Andere lichtbasierte WLAN-Netzwerke sind durch langsame Geschwindigkeiten und die Abhängigkeit von LED-Glühbirnen gekennzeichnet.

Bis dato ist die Download-Geschwindigkeit des Systems erst über kurze Distanzen getestet worden. Dennoch zeigen diese ersten Ergebnisse ein großes Potenzial.

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Intel und Universität Luxemburg kooperieren, um selbstfahrende Autos sicherer zu machen
24.11.2017 | Universität Luxemburg - Université du Luxembourg

nachricht Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie