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Individuell angepasste Skier in einer Stunde konstruiert

06.03.2014

CAD-Software von Siemens hilft, auch mit einer individuellen Fertigung hohe Stückzahlen zu erzielen. Dies zeigt sich beim Schweizer Skihersteller Stöckli.

Jedes Jahr entstehen dort rund 50.000 Paar Skier. Sie werden mit viel Handarbeit aufwändig im Sandwichbau aus vielen Schichten zusammengesetzt und häufig speziell an die Fahrer angepasst.


Der Aufwand lohnt sich: Skirennfahrer holen auf Stöckli-Brettern regelmäßig Spitzenplätze - beispielsweise die Slowenin Tina Maze. Software von Siemens hat die Produktion der Ski beschleunigt:

Seit die gesamte Erfahrung der Skibauer als Datensatz in die CAD-Software Solid Edge überführt wurde, dauert die Konstruktion einer Skivariante nur mehr eine Stunde statt wie früher zwei Tage.

Solid Edge umfasst alle Aspekte des Konstruktionsprozesses, angefangen bei der 3D-Konstruktion über die Simulation der Werkstückeigenschaften bis hin zur Fertigung und zur Verwaltung der Konstruktionsdaten. Eine Stärke des Programms besteht darin, dass es Konstruktionsvorgänge erheblich beschleunigt.

Zum einen können Konstrukteure sehr einfach einzelne Module einer bestehenden Konstruktion verändern und so schnell ein neues Modell generieren. Außerdem lassen sich auf Knopfdruck Varianten einer Konstruktion erzeugen, sobald die Beziehung der einzelnen Maße als Kurven oder Rechenvorschriften im Programm hinterlegt sind.

Damit vereinfacht sich zum Beispiel die Personalisierung von Modellen, wie es beim Übertragen von Schuhleisten auf andere Größen oder beim Anpassen von Skiern auf Fahrstil, Können sowie Größe und Gewicht des Fahrers gemacht wird.  Einer der Schlüssel für schnelle Konstruktionsprozesse ist die von Siemens entwickelte Synchronous Technology.

Darauf beruht unter anderem die Fähigkeit von Solid Edge, Veränderungen an Elementen auf zweierlei Weise zu verarbeiten. Fachleute sprechen von bidirektionalen Änderungsmöglichkeiten.

Traditionell werden neue Maße für ein Modul eingegeben und das Programm passt dessen Geometrie in einer voreingestellten Weise an, indem es zum Beispiel eine Längenänderung nach einer Seite hin oder mittig vornimmt.

Solid Edge unterstützt aber auch intuitiv am Bildschirm vorgenommene Veränderungen, bei denen Konstrukteure einfach einzelne Punkte ihres Modells an andere Stellen ziehen und ihm so eine neue Form geben. Solid Edge berechnet dann automatisch alle Maße neu. 

Die Software ist auf Windows aufgesetzt, so dass jeder, der Erfahrung mit Office-Programmen hat, schnell produktiv mit Solid Edge arbeiten kann. Das spart Zeit bei der Umstellung und bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Außerdem wird so das Übertragen von Daten unkomplizierter - so lagen zum Beispiel bei Stöckli die Ski-Konstruktionsdaten als Excel-Datei vor, die einfach in Solid Edge eingelesen werden konnte. (2014.03.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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