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IfM-Hintergrundinformation zur Nutzung von Cloud Computing im Verarbeitenden Gewerbe

14.09.2017

Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland nutzt inzwischen die kostenpflichtigen IT-Dienste aus der virtuellen Wolke. Damit hat sich der Anteil der Unternehmen hierzulande in den vergangenen zwei Jahren gut verdoppelt, wie ein Vergleich mit Daten von Eurostat zeigt. Insgesamt liegen die Unternehmen in Deutschland im europäischen Vergleich jedoch nur im unteren Mittelfeld. Sehr viel Cloud-Dienstleistungsaffiner sind beispielsweise Unternehmen in Dänemark oder Irland (jeweils rund 40 %).

Je höher der Anteil an IT-Mitarbeitern ist, desto mehr werden höhere Cloud-Dienste genutzt. Schließlich steigt mit dem Anteil der IT-Beschäftigten das IT-Know-how im Unternehmen und damit die Möglichkeit, den Mehrwert von Cloud-Diensten besser beurteilen zu können. Unternehmen, die höhere Cloud-Dienste nutzen, verfolgen zudem eine Digitalisierungsstrategie.


Genutzte Cloud-basierte IT-Dienste im Verarbeitenden Gewerbe

Copyright: IfM Bonn


Nutzung kostenpflichtiger IT-Dienste über Cloud-Computing

Copyright: IfM Bonn

Das rührt daher, dass die Digitalisierung grundsätzlich alle Unternehmensbereiche im Unternehmen betrifft und im besten Fall mit unternehmensstrategischen Zielen wie beispielsweise Kosteneinsparungen, Qualitätsverbesserungen, neue oder verbesserte Produkte oder die Erschließung neuer Märkte verbunden ist. Um die jeweiligen Ziele zu erreichen, müssen jedoch nicht nur technische Herausforderungen überwunden, sondern auch organisatorische Veränderungen im Unternehmen umgesetzt werden.

Besonders häufig nutzen Unternehmen höhere kostenpflichtige Cloud-Lösungen, wenn sie smarte, internetfähige Produkte in ihrem Produktportfolio besitzen. Aber auch Unternehmen, die ihren Umsatz im Ausland erwirtschaften, tauschen regelmäßig via virtueller Wolke Daten mit den dortigen Tochterunternehmen oder strategischen Partnerunternehmen aus.

Eine Auswertung nach Branchen im Verarbeitenden Gewerbe verdeutlicht, dass Cloud-Angebote in der Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie am häufigsten genutzt werden (knapp 27 %). Auch finden hier niedrigere Cloud-Dienstleistungen (z. B. Mietung von Speicherplatz oder Abwicklung des E-Mail-Verkehrs) und höhere Cloud-Computing-Angebote (z. B. Auswertung großer Datenmengen) gleichermaßen Anwendung. Deutlich seltener als der Durchschnitt setzen die Unternehmen im Maschinen- und Fahrzeugbau (13 %) auf Cloud-Anbieter. Im Vergleich zur Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie nutzen sie Cloud-Dienstleistungen nicht einmal halb so oft.

Insgesamt betrachtet, werden immer noch kostenpflichtige IT-Dienste aus der virtuellen Wolke vorrangig für Prozesse außerhalb der Produktion verwandt: Jeder dritte Cloud-Nutzer setzt sie stattdessen im Vertrieb und im Controlling ein, um sich abteilungs- oder unternehmensübergreifend zu vernetzen. Nur in jedem fünften Cloud-nutzenden Unternehmen findet eine Vernetzung der Produktion über Cloud-Lösungen statt.

Weitere Informationen:

http://www.ifm-bonn.org//uploads/tx_ifmstudies/Denkpapier-17-01-Cloud_Computing....

Dr. Jutta Gröschl | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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