Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IBM und Fraunhofer ISST entwickeln Zugriffslösungen für elektronische Gesundheitskarte

20.11.2008
Partnerschaft will IT im Gesundheitswesen voranbringen

IBM und das Fraunhofer ISST arbeiten bei der Entwicklung von Datenschutz- und Zugriffslösungen für Krankenhäuser zusammen. Ziel der im Mai geschlossenen Partnerschaft ist es, im Rahmen der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte Lösungen für einen sicheren Zugriff von Krankenhaus-Mitarbeitern auf Patientendaten zu entwickeln und zu vermarkten.

Dazu haben die Vertragspartner einen Showcase für ein integriertes Datenschutz- und Zugriffsystem konzipiert und implementiert, das Security-Komponenten aus den Bereichen IBM Tivoli und IBM WebSphere mit der Lösungskompetenz des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST in den Bereichen Identitätsmanagement und Sicherheitsarchitekturen verbindet. Pilotprojekte mit Krankenhäusern, die sich so auf einen einfachen Übergang zum neuen System der elektronischen Gesundheitskarte vorbereiten wollen, sind für das erste Quartal 2009 geplant.

Beschreibung der Lösung

Die Lösung des Fraunhofer ISST siedelt das Berechtigungsmanagement in den IBM-Produkten zwischen klinischen Informationssystemen und Konnektor an. Kern der Lösung ist ein sogenanter "Policy Enforcement Point". Er bietet nach außen die Konnektor-Schnittstelle an, so dass das Berechtigungsmanagement mit wenig Mehraufwand an jedes System angebunden werden kann. Der Vorteil für die Hersteller ist, dass sie ohne Rücksicht auf die Belange des Identitäts- und Berechtigungsmanagements gegen die Schnittstellen des Konnektors entwickeln können und anschließend das fertig konfigurierte Berechtigungsmanagement inklusive der daran angebundenen Protokollierung "einschieben" können.

Analog zu den "Plug-and-Play"-Lösungen für Arztpraxen ist so eine Umsetzung des im Rahmen der elektronischen Gesundheitskarte vorgeschriebenen Berechtigungsmanagements auch im Krankenhaus möglich, ohne dass die entsprechenden Zugriffsregeln aufwendig in alle einzelnen Systeme hineinprogrammiert werden müssen.

Die im Rahmen eines "Proof-of-Concept" implementierte Lösung lässt sich intelligent und einfach in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren, ist skalierbar und kann entsprechend hochverfügbar ausgelegt werden.

Zentrale Komponenten sind

- WebSphere DataPower - dient als Webservice Gateway und Policy Enforcement Point,

- Tivoli Security Policy Manager - kontrolliert die Zugriffe (wird in Kürze released),

- Tivoli Federated Identity Manager - dient als Identity Provider.

Anforderungen an ein modernes Gesundheitswesen

Die IT im Gesundheitssystem steht unter besonders hohen Anforderungen. Trotz eines enormen Kostendrucks muss sie in der Lage sein, kritische Prozesse zuverlässig und schnell abzuwickeln. Zentral ist es dabei, die richtige (Patienten-) Information zur richtigen Zeit an den richtigen Krankenhausmitarbeiter zu vermitteln.

Den Krankenhäusern soll das System künftig die Vergabe abgestufter Zugriffsrechte für Ärzte und weitere Mitarbeiter sowie die komplette Dokumentation der Zugriffe auf die Patientendaten erlauben, die vom Gesetzgeber gefordert ist.

Für Krankenhäuser bietet das System damit umfassende Möglichkeiten, den Zugriff auf die zahlreichen Systeme zur Speicherung von Patientendaten zentral zu administrieren. Künftige Veränderungen der Gesetzeslage können damit ebenso einfach und kostengünstig umgesetzt werden wie individuelle Veränderungen der Zugriffsrechte einzelner Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen.

"IBM bringt breite Erfahrung im Bereich von Security-Lösungen mit. Wir sehen die Kooperation daher als ideale Partnerschaft, um durch innovative Lösungen das deutsche Gesundheitssystem voranzubringen", so Dr. Jörg Caumanns, Experte für das Geschäftsfeld eHealthcare am ISST.

"Mit dem Fraunhofer ISST haben wir einen kompetenten und innovativen Partner gefunden, mit dem wir gemeinsam die richtigen Lösungen für eine Modernisierung und höhere Effizienz im Gesundheitswesen entwickeln wollen", so Hans-Jürgen Rose, verantwortlich für Lösungen im Bereich Öffentliche Verwaltung der IBM Software Group.

Informationen für Journalisten:

IBM Deutschland GmbH
Christine Paulus
Media Relations IBM Software Group
Tel: +49 89 4504 1396
Mobil: +49 151 14270466
E-Mail: christine.paulus@de.ibm.com
IBM Deutschland GmbH
Christian Schäfer
Corporate Communications / University Relations
Tel: +49 711 785 4815
Mobil: +49 163 3415371
E-Mail: christian.schaefer@de.ibm.com
Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
Britta Schmitz
Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 0 231 - 9 76 77-1 60
E-Mail: britta.schmitz@isst.fraunhofer.de

Niklas Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.ibm.de
http://www.isst.fraunhofer.de
http://www.fallakte.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften