Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HTW Dresden: Deutschlandweit erste markerlose Motion-Capture - Weltweit erste Scan-Motion-Anlage

07.12.2009
Die deutschlandweit erste markerlose Motion-Capture-Anlage nimmt die Bewegung von Personen ohne besondere Vorbereitungen (wie zum Beispiel dem Bekleben von Punkten) im Computer direkt auf und nutzt sie zur Weiterverarbeitung.

Anstatt in einen Anzug kann der Schauspieler unmittelbar in die Haut virtueller Figuren und Schauspieler schlüpfen und diese mit seinen eigenen Bewegungen steuern.

Wollten Sie schon immer einmal sehen, wie man sich als Gnom oder Riese fühlt, wie ein Ork geht oder wie sich eine Holzpuppe bewegt?

Bei der Verfilmung des Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe" musste sich der Schauspieler des virtuellen Charakters Gollum noch in einen hautengen Ganzkörperanzug kleiden, der mit reflektierenden Kugeln beklebt war. An der HTW Dresden kann der Besucher seit dem 18. November seine Bewegungen ebenfalls von einer Motion-Capture-Anlage, einem System aus Kameras und Recheneinheit zur Bewegungserfassung, aufzeichnen lassen. Dies erfolgt hier aber sehr viel komfortabler: Hineinstellen, fertig, los.

Die deutschlandweit erste markerlose Motion-Capture-Anlage nimmt die Bewegung von Personen ohne besondere Vorbereitungen (wie zum Beispiel dem Bekleben von Punkten) im Computer direkt auf und nutzt sie zur Weiterverarbeitung. Anstatt in einen Anzug kann der Schauspieler unmittelbar in die Haut virtueller Figuren und Schauspieler schlüpfen und diese mit seinen eigenen Bewegungen steuern.

Organic Motion (www.organicmotion.com) hat die Anlage entwickelt und an der HTW Dresden installiert. Das Unternehmen hat mit seinem System bereits renommierte Preise wie den Technology Innovation Award in der Kategorie "Computing Systems" im Rahmen der "The Wall Street Journal 2009 Technology Innovation Awards" und den Popular Science, 2008 annual Breakthrough Award erhalten.

Die Anlage der HTW Dresden wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes der Ingenieurnachwuchsförderung Fit to deformation erworben. Das Projekt verfolgt das Ziel, einen vollständigen, einsatzfähigen Prototypen für die Deformationsanalyse von deformierbaren Materialien (insbesondere Textilien) umzusetzen. Hierzu wird in die Anlage eine Scanfunktionalität integriert (verfügbar ab Juni 2010), die einen virtuellen Zwilling der analysierten Person erstellt. Damit ist das System an der HTW die weltweit erste Anlage, die markerlose Bewegungserfassung in Echtzeit an die Erstellung einer Körperoberfläche koppelt. Diese Motion-Capture-Anlage der HTW Dresden kann zukünftig neben der Bewegungs- und Bekleidungsanalyse auch in der Sportmedizin und Regenerations- und Rehabilitationsmedizin sowie für die Film- und Spieleproduktion, eingesetzt werden.

Kooperationspartner in diesem Projekt sind
- Prof. Dr. M. Magnor, Computer Graphics Lab, TU Braunschweig,
- Prof. Dr. S Krzywinski, Institut für Textilmaschinen und textile Hochleistungswerkstofftechnik, TU Dresden,
- Adidas AG und
- Aerodata AG.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Markus Wacker, Tel. 0351 - 462-2684
wacker@informatik.htw-dresden.de

Bärbel Heider | idw
Weitere Informationen:
http://www.htw-dresden.de/oea/presse.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie