Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HPI-Studenten entwickeln Zweiwege-System für weltweit verteiltes Lernen

18.06.2009
Mit dem Vorschlag eines neuen Zweiwege-Systems für verteiltes Lernen haben drei Studierende des Hasso-Plattner-Instituts einen Sieg beim weltweit größten Technologie- und- Programmier-Wettbewerb für Studenten und Schüler errungen.

Mit ihrem Software-Projekt im Rahmen des Microsoft Imagine Cups gelangten Alexander Kuscher, Michael Grünewald und Stefan Richter unter 51 eingereichten Arbeiten auf Platz 4 im Regionalfinale. Als Auszeichnung dafür erhält das HPI eine kostenlose Jahreslizenz der IT-Academy des Softwarekonzerns.

Sie ermöglicht allen HPI-Studenten kostenlosen Zugriff auf bereitgestellte Microsoft-Produkte und Zertifizierungsprüfungen zu günstigen Konditionen.

"Im Rahmen unseres Projekts Lifelong Worldwide Bidirectional Education haben wir ein System entwickelt, das primär in Ländern der dritten Welt eingesetzt werden soll und einfache portable Endgeräte unterstützt", berichtet Stefan Richter. So sollen sich die Nutzer dort Lern-Videos oder -Quizzes beispielsweise auf einem PDA oder Smartphone anschauen können. Ein weiterer Vorzug des Konzepts der Potsdamer HPI-Studenten ist ein Rückkanal. Er soll es dem Lehrer möglich machen, den Lernfortschritt der Nutzer zu erkennen und unmittelbar darauf einzugehen.

Um seine Vision zu verwirklichen, setzt das siegreiche HPI-Projektteam auf Windows Mobile 6-Software und verwendet die Azure-Plattform von Microsoft. Für die Entwicklung des Systems kamen das .net- und .net-Compact-Framework kombiniert mit Visual Studio 2008 zum Einsatz.

Der Wettbewerb wird von Microsoft zum siebten Mal durchgeführt. In diesem Jahr steht der Image-Cup, an dem sich 250 000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern beteiligen, unter dem Motto "Technologie für eine bessere Welt". Speziell die Bereiche Sport, Bildung und Gesundheit stehen dabei im Mittelpunkt. Das weltweite Finale findet in einem Monat in Kairo statt.

"Mit dem Imagine Cup möchte Microsoft die nächste Generation von Technologie-Entwicklern und Wirtschafts-Entscheidern zur Umsetzung von Ideen inspirieren und den lokalen Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fördern", sagte Dr. Ingo Laue, Academic Relations Manager bei Microsoft. Er würdigte im Rahmen einer kleinen Feier am HPI das außerordentliche Engagement der drei Studierenden. Ihr hoher Sachverstand spiegle sich in dem Projekt wieder.

Kurzprofil Hasso Plattner-Institut

Das Hasso Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Beim jüngsten Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) schnitt das HPI als eine von vier Universitätseinrichtungen ab, die im deutschsprachigen Raum die besten Informatikstudiengänge anbieten.

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie