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HPI-Doktoranden entwickeln Hausarzt-App für Mobiltelefone

05.11.2010
Mit einer mobilen „Hausarzt-App“ wollen zwei Doktoranden des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) das Alltagsleben leichter machen. Frank Feinbube (25) und Alexander Schacht (31) beteiligen sich mit ihrer Idee der Gesundheits-Applikation für Handys am „Apps4Berlin“-Wettbewerb.

Ihn richtet die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen noch bis 30. November aus – für Teilnehmer aus Berlin und Brandenburg. Die Potsdamer Promotionsstudenten programmieren gerade ihre Art von digitaler Hausarzt-Lösung mit Frühwarnsystem und Gesundheitstipps.

„Individuelle medizinische Daten werden nach unserer Idee vom „echten“ Arzt in einer Datenbank gespeichert, zum Beispiel Allergiewerte, Blutdruck oder Blutzucker. Wacht der Patient morgens mit Kopfschmerzen auf, kann er über unsere App abfragen, was er dagegen tun kann“, berichtet Feinbube. Auch über die aktuelle Pollenflugsituation soll das System informieren. „Befindet sich ein Allergiker in einer Risikoregion, wird er via App rechtzeitig gewarnt“, stellt Feinbubes Kommilitone Schacht einen wesentlichen Vorteil heraus.

Beide Doktoranden im Fach IT-Systems Engineering entwickeln das Programm für das Windows Phone 7, welches gerade auf den Markt gekommen ist. Die Gründe für diese Entscheidung liegen in der Technologie und der Spezifikation, die das Betriebssystem mit sich bringt. „Windows Phone 7 schreibt genau vor, welche Anforderungen die Hardware zu erfüllen hat. Das bedeutet, dass alle Telefone – egal von welchem Hersteller – eine einheitliche Schnittstelle bieten“, betont Feinbube. Das erleichtere die Arbeit eines Entwicklers.

Dank der qualitativ hochwertigen Visualisierungs- und Designoberflächen, welche die neue Plattform unter anderem biete, lohne es sich, besonders umfangreiche Apps zu bauen. „Das ist eine spannende Herausforderung, denn man kann viel eindrucksvollere Anwendungen entwickeln als bisher“, so Schacht.

Die beiden HPI-Informatiker wollen zu den ersten gehören, die eine Innovation für die neue Plattform anbieten. Feinbube und Schacht hatten im Zuge des Wettbewerbes an einem Training für Windows Phone 7 bei Microsoft teilgenommen und das Potenzial dieser Technologie kennengelernt.

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de

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