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Höchstleistungsrechnen in neuen Dimensionen

26.10.2010
Universität Stuttgart und Cray unterzeichnen Vertrag

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Die weltweit im Bereich des Höchstleistungsrechnens führende Firma Cray Inc. (Nasdaq GM: CRAY) hat heute den Vertragsabschluss mit der Universität Stuttgart bekanntgegeben, ein Supercomputersystem für das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) zu liefern.


Der mehrere Jahre umfassende Vertrag über Produkte und Dienstleistungen hat einen Umfang von 45 Millionen Euro und sieht die Lieferung eines Cray XE6 Supercomputersystems in 2011 und eines Cray Supercomputersystem einer zukünftigen Generation mit dem Code-Namen „Cascade” in einer zweiten Phase vor.

Die Kosten teilen sich der Bund und das Land Baden-Württemberg hälftig. Dazu kommen Folgeinvestionen in Höhe von rund 30 Millionen Euro für Wartung und Energie, für die der Bund sowie das Land über Universitätsmittel aufkommen werden.

Der neue Supercomputer des HLRS wird Wissenschaftlern, Forschern und Ingenieuren in ganz Europa zur Verfügung stehen. Wichtige Anwendungsgebiete sind dabei der Automobil- und Flugzeugbau, wobei Themen wie Energieeffizienz, nachhaltige Energiegewinnung und Anwendungen im medizinischen Bereich zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das HLRS, eines der führenden Zentren der europäischen Initiative PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe), ist derzeit das einzige große europäische Höchstleistungsrechenzentrum, das direkt mit industriellen Partnern zusammenarbeitet. Das HLRS ist Mitglied im Gauss Centre for Supercomputing (GCS), einer Allianz der drei nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Deutschland. Das GCS stellt eine der weltweit größten und leistungsfähigsten Infrastrukturen für das Höchstleistungsrechnen bereit.

“This is an exciting announcement for Cray on a number of fronts. HLRS has been an important partner of ours for many years, and this win in Germany continues to build on our momentum internationally,” sagt Peter Ungaro, Präsident und CEO von Cray. Die bestehende intensive Zusammenarbeit des HLRS mit der Automobil- und Flugzeugindustrie sei für die Firma Cray sehr wichtig, um ihre Präsenz in diesem Marktsegment weiter auszubauen. Desweiteren macht Ungaro deutlich, dass dies für Cray der erste Vertrag für „Cascade“, die nächste Generation von Cray Höchstleistungsrechensystemen ist. „Cascade“ stellt, so Ungaro, einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung der Vision des „Adaptive Supercomputing“ dar. Cray freue sich auf eine intensive Zusammenarbeit mit dem HLRS und seinen Benutzern.

Beiträge zu Elektromobilität und nachhaltiger Energiegewinnung
„Nach intensiven Verhandlungen ist nun ein Vertragswerk unter Dach und Fach, dass die gute Zusammenarbeit mit Cray in eine neue, vielversprechende Dimension führt“, freut sich Uni-Kanzlerin Dr. Bettinas Buhlmann. „Damit wird die schon bisher herausragende Stellung der Universität Stuttgart auf dem Gebiet des Höchstleistungsrechnens weiter gestärkt und ausgebaut.“

„Das HLRS und Cray arbeiten bereits seit vielen Jahren gemeinsam daran, Forschern und Wissenschaftlern innovative Höchstleistungsrechensysteme mit führender Technologie bereitzustellen” sagt Prof. Michael Resch, Direktor des HLRS. „Cray ist schlicht der richtige Partner im Zeitalter des Petaflop-Rechnens. Zusammen mit Cray’s herausragender Technologie wird unser Zentrum in die Lage versetzt, in einer gemeinsamen Initiative im Bereich Ingenieurswissen-schaften und Industrieller Simulation entscheidend weiter zu kommen. Dies ist insbesondere von Bedeutung, da wir zusammen mit unseren Anwendern von der Universität Stuttgart und in ganz Europa an Themen wie Elektromobilität und nachhaltiger Energiegewinnung arbeiten.”

Cray hat den Zuschlag für dieses mehrjährige und mehrphasige Projekt unter anderem deswegen erhalten, weil wichtige Anwendungen des HLRS auf dem Cray System sehr hoch skalieren und damit eine sehr hohe Anwendungsleistung erreichen und weil Cray Systeme sehr leicht auf zukünftige Technologien ausbaubar und erweiterbar sind. „Wir freuen uns, dass die Universität Stuttgart diesen Auftrag an Cray vergeben hat“ sagt Dr. Ulla Thiel, Cray Vice President und verantwortlich für Europa. „Seit Jahren haben wir eine lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem HLRS und wir werden nun diese gemeinsame Arbeit noch intensiver fortführen.“

Der Cray XE6 Supercomputer besitzt einen von Cray speziell für das Höchstleistungsrechnen entwickelten innovativen Interconnect, leistungsfähige AMD Opteron Prozessoren, eine ausgereifte, skalierbare und auf die Anforderungen des Hochleistungsrechnens zugeschnittene Softwareumgebung und ist damit die ideale Maschine, um Petascale Computing für ein breites Spektrum von wissenschaftlichen Anwendungen zu ermöglichen. Eine große Palette an kommerziellen Anwendungspaketen (ISVs) ist auf diesem Supercomputer von Cray verfügbar. Anwender erhalten mit der Cray XE6 ein Höchstleistungsrechensystem, welches Skalierbarkeit und hohe Anwendungsleistung mit hoher Verfügbarkeit kombiniert.

Crays nächste Generation von Höchstleistungsrechnern „Cascade“ bietet unter anderem Weiterentwicklungen des Cray Linux Betriebssystems, der auf Höchstleistungsrechnen optimierten Programmierumgebung, der nächsten Generation eines Cray Interconnect und die Unterstützung für Intel Prozessoren. Das „Cascade“ System basiert teilweise auf Forschungsergebnissen von Cray, die im Rahmen des DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) High Productivity Computing Systems Programm erzielt wurden.

Weitere Informationen bei Prof. Michael Resch, Höchstleistungsrechenzentrum Universität Stuttgart, Tel. 0711/685-87269, e-mail resch@hlrs.de
Über das HLRS
Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) der Universität Stuttgart unterstützt Forschung und Industrie mit Spitzentechnik im Bereich des Höchstleistungsrechnens. Rechendienstleistungen werden Industriellen Partnern wie Porsche und Daimler über die hww GmbH einer Public-Private Partnership angeboten. Gemeinsame Forschung mit der Automobilindustrie wird über das Automotive Simulation Centre Stuttgart (ASCS) durchgeführt. In europäischen, nationalen und industriellen Projekten im Bereich erforscht das HLRS von Grundlagen bis hin zur Angewandten Forschung insbesondere im Bereich des Höchstleistungsrechnens, Programmiermodelle und Methoden, sowie Anwendungen.

Über Cray
Als einer der weltweiten Marktführer im Supercomputing, stellt Cray seinen Kunden aus Forschung und Industrie modernste Supercomputer Technologie sowie erstklassigen Service zur Verfügung. Cray Technologien versetzen Wissenschaftler und Ingenieure in die Lage, bahnbrechende Ergebnisse zu erreichen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Cray’s Adaptive Supercomputing Ansatz kombiniert unterschiedliche Prozessor-Technologien zu einem einheitlichen Architekturkonzept und beinhaltet die Bereitstellung leistungsstarker, robuster technischer Lösungen, die einfach zu bedienen und umweltverträglich sind. Weitergehende Informationen unter http://www.cray.com.

Andrea Mayer-Grenu | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.cray.com
www.uni-stuttgart.de/

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