Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

High-End-PC schwimmt in Kühlflüssigkeit

03.11.2008
Komponenten sind gänzlich in nicht-leitende Lösung getaucht

Das US-Unternehmen Hardcore Computer hat eine neue Kühlmethode für Hochleistungsrechner entwickelt und nun das erste Produkt präsentiert. "Reactor" nennen die Entwickler den Rechner, dessen elektronische Komponenten vollständig in einer speziellen Kühlflüssigkeit eingelegt sind. Das Kühlsystem soll dem Unternehmen zufolge besonders effizient arbeiten und somit eine starke Überbelastung des Rechners erlauben. Die umgesetzte Übertaktung von Prozessor und Grafikchip sei mit herkömmlicher Kühltechnik nicht machbar, heißt es.

Im Prinzip besteht Reactor aus einem abgedichteten PC-Gehäuse, das vollständig mit der Kühlflüssigkeit gefüllt ist. Darin sind Motherboard, Speicher, CPU und alle weiteren Komponenten versenkt. Die genaue Zusammensetzung der Flüssigkeit, die Core Coolant genannt wird, verrät Hardcore Computer auf Anfrage von pressetext nicht. Es handelt sich in jedem Fall um eine dielektrische Lösung, die elektrischen Strom nicht leitet, und sich somit eignet, um die gesamte Elektronik direkt kühlen zu können. Um dies zu erreichen, ist eine Pumpe samt Wärmetauscher installiert. Diese soll in der Lage sein, innerhalb von 30 Sekunden die gesamte Flüssigkeitsmenge einmal auszutauschen. Besonders gefährdete Stellen sind noch zusätzlich mit Wärmeableitern ausgestattet.

Abseits der speziellen Kühlung sind auch die restlichen Werte, die das Datenblatt aufweisen kann, beachtlich. Das Spezial-Mainboard stammt von Tyan und ist mit dem 790-SLI-Chipsatz von Nvidia bestückt. Ein Triple-Grafikkartensystem mit GTX-280-Technologie sorgt für hohe Grafikleistungen. Als Massenspeicher kommen 3,5-Zoll-Festplatten zum Einsatz, die sich dank Wechselrahmen austauschen lassen. Zusätzlich hat Reactor noch drei weitere Solid-State-Disks verbaut, um den Datenzugriff zu beschleunigen. Angst vor Flecken in der Wohnung durch einen leckenden Rechner braucht der Käufer jedoch nicht haben. Das Gehäuse lässt sich nur oben öffnen, wobei zuvor 20 Schrauben entfernt werden müssen.

Der Kostenpunkt für den Rechner in dieser Ausführung liegt bei stolzen 5.000 Dollar - allerdings in der Mindestausführung. Entscheidet sich der Kunde für ein paar Extras, so klettert der Preis auf bis zu 14.000 Dollar. Dennoch ist Al Berning, CEO von Hardcore Computer überzeugt, dass er Abnehmer für Reactor finden wird: "Wir haben Marktforschungen durchgeführt und Befragungen bei 'Early Adopters' durchgeführt. Daher sind wir zu der Ansicht gekommen, dass es einen Markt für Hochleistungsrechner gibt, die dennoch sehr zuverlässig und äußerst leise arbeiten."

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.hardcorecomputer.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Datenschutzwächter sichert Smart Homes
20.04.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten