Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HealthGrid 2009 - Geld verdienen mit Grid-Computing in der Medizin

29.06.2009
Um die Entwicklung von Geschäftsmodellen und praktischen Anwendungen aus den bisherigen Modellversuchen der Grid-Technologie geht es bei der diesjährigen HealthGrid Konferenz, die heute in Berlin beginnt. Bis zum 1. Juli werden im dbb-Forum an der Friedrichstraße internationale Experten zusammenkommen, um sich über Schlüsseltechnologien, Anwendungen und die Zukunft von Grid-Computing in der Medizin auszutauschen.

Ob es um aufwändige Simulationen des Blutflusses in den Blutgefäßen eines Menschen geht, um den computergestützten Abgleich von Genomsequenzen oder um die europaweite Suche nach Forschungsdaten zu seltenen Erkrankungen bei Kindern - all dies sind Anwendungsfälle für das Grid-Computing in der Medizin.

Nachdem die ersten HealthGrids in den Jahren 2004-2005 begonnen wurden, liegen mittlerweile erste Ergebnisse vor, und für einige der ersten Projekte läuft derzeit die öffentliche Förderung aus. Experten aus aller Welt werden sich deshalb bei der HealthGrid 2009 über Ergebnisse aus wissenschaftlichen Projekten wie caBIG, myGrid, Health-e-Child, ACGT, @neurIST oder dem innerhalb der deutschen D-Grid-Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten MediGRID-Projekt austauschen und mögliche Geschäftsmodelle erörtern, mit denen die Grid-Technologie im Gesundheitswesen sinnvoll etabliert werden könnte. Dabei geht es nicht nur um die Nutzung verteilter Rechenkapazitäten im großen Stil, sondern ebenso um das gemeinsame Nutzen von Anwendungen und die Zusammenarbeit von Biowissenschaftlern und Medizinern über große Distanzen hinweg.

"Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer. Sie lehrt uns, dass selbst eiserne Vorhänge den Fortschritt nicht aufhalten können, wenn seine Zeit gekommen ist", sagt der Konferenzvorsitzende Prof. Dr. Martin Hofmann-Apitius vom Fraunhofer Institute for Algorithms and Scientific Computing (SCAI) in Sankt Augustin in seinem Grußwort zum Conference-Guide. Auch im Bereich des Grid-Computing gebe es noch viele Hürden abzubauen, nicht nur technisch, sondern auch zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen. Die Konferenz wird von der Telematikplattform für medizinische Forschungsnetze (TMF) e.V,. ausgerichtet, unter deren Dach die deutschen Grid-Projekte im Bereich Medizin, medizinische Forschung und Life Sciences im Forum Grid zusammen arbeiten. In Vorträgen, Workshops und Diskussionen werden Experten die Funktionsweise von Grids erläutern sowie spezielle Anwendungen, Lösungen zur Datenintegration, zur Verfügbarkeit und zur Zugänglichkeit von Grids vorstellen. Auch die sozioökonomischen Aspekte und die Zukunft der Grid-Technologie werden Gegenstand des fachlichen Austausches sein.

Detaillierte Informationen zur Konferenz, sowie das Tagungsprogramm und ein Conference Guide finden sich auf der Tagungswebseite im Internet unter http://berlin2009.healthgrid.org/.

Tagungsort:
dbb forum berlin, Friedrichstraße 169/170, D-10117 Berlin
Weitere Informationen:
TMF Tagungsbüro, Neustädtische Kirchstr. 6, 10117 Berlin
Tel.: 030 31 01 19 54, E-Mail: HealthGrid2009@tmf-ev.de
Ansprechpartnerin für die Medien:
Beate Achilles
Telefon: 030 - 31 01 19 51, Mobil: 0163 15 81 396,
E-Mail: beate.achilles@tmf-ev.de

Beate Achilles | idw
Weitere Informationen:
http://berlin2009.healthgrid.org/
http://www.tmf-ev.de

Weitere Berichte zu: Geschäftsmodell Grid-Computing Grids HealthGrid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Clevere Folien voller Quantenpunkte

27.03.2017 | Materialwissenschaften

In einem Quantenrennen ist jeder Gewinner und Verlierer zugleich

27.03.2017 | Physik Astronomie

Klimakiller Kuh: Methan-Ausstoß von Vieh könnte bis 2050 um über 70 Prozent steigen

27.03.2017 | Biowissenschaften Chemie