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Wie gut sind Web-2.0-Dienste?

16.09.2008
Während Google und andere Internet-Suchmaschinen automatische Trefferlisten bieten, beziehen soziale Suchdienste wie Yahoo Clever oder Lycos iQ den Nutzer nicht nur als Fragesteller, sondern auch als Antwortgeber mit ein.

Diesen Frage-Antwort-Diensten ist es gelungen, große Communities aufzubauen, über die sich die Nutzer anhand von Fragen austauschen. Zur klassischen Suche im Web entwickelt sich damit derzeit eine Alternative, die mit algorithmischen Suchmaschinen in Konkurrenz tritt, deren Potential aber noch nicht ausgelotet ist.

In dem von Dirk Lewandowski und Christian Maaß herausgegebenen Buch "Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen" wird hinterfragt, inwieweit soziale Suchdienste mit klassischen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen. Beleuchtet wird die aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von sozialen Suchdiensten zu schließen.

In dem Buch wird ein Überblick über die verschiedenen Arten der algorithmischen, sozialen, semantischen Suchdienste und deren Mischformen gegeben und gezeigt, wie die Ergebnisqualität von Suchmaschinen durch eine Kombination verschiedener Suchdienste gesteigert werden kann. Darüber hinaus wird dokumentiert, wie Nutzer Social-Software-Systeme anwenden und diskutiert, wie sich die Relevanz von Treffern bei algorithmischen Suchmaschinen, Social Bookmarking-Seiten und Frage-Antwort-Diensten unterscheidet. Am speziellen Beispiel von Lycos iQ wird die Qualität der Antworten und deren Einbindung in die algorithmische Suche ebenso analysiert, wie die Fragen der Nutzer. Schließlich werden Empfehlungen für die Verbesserung des Taggings in Lycos iQ gegeben.

Der Band dokumentiert die Ergebnisse eines studentischen Projektes, das Prof. Dr. Dirk Lewandowski im Auftrag von Lycos Europe und T-Online am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg geleitet hat.

Dirk Lewandowski ist Professor für Information Research & Information Retrieval am Department Information der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Davor war er unabhängiger Berater im Themenbereich Suchmaschinen und Information Retrieval sowie Lehrbeauftragter an der Universität Düsseldorf. Seine Forschungsinteressen sind Web Information Retrieval, Qualitätsfaktoren von Suchmaschinen sowie das Rechercheverhalten der Suchmaschinen-Nutzer. Neben dem bekannten Buch "Web Information Retrieval" veröffentlichte Dirk Lewandowski zahlreiche Aufsätze in der deutschen und internationalen Fachpresse.

Dr. Christian Maaß ist Leiter von Lycos Research, der Forschungsabteilung von Lycos Europe.

Prof. Dr. Dirk Lewandowski, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg,
Fakultät Design Medien Information, Department Information, Tel.: 040-42875 3621, Fax: 040-42875 3609, dirk.lewandowski@haw-hamburg.de
Lewandowski, Dirk ; Maaß, Christian (Hrsg.)
Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen
Berlin: Logos, 2008
39 Eur.

Dr. Katharina Jeorgakopulos | idw
Weitere Informationen:
http://www.bui.haw-hamburg.de
http://www.bui.haw-hamburg.de/lewandowski.html

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