Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Günstiges Solar-Handy erobert Karibik

18.02.2009
Sonnenenergie als ideale Energieversorgung in Schwellenländern

Der karibische Mobilfunkbetreiber Digicel Group hat auf dem GSM Mobile World Congress (MWC) mit dem "Coral-200-Solar" das laut Unternehmen erste preisgünstige Solar-Handy vorgestellt.


Digicels Billig-Solar-Handy für aufstrebende Märkte (Foto: Digicel)

Das Gerät mit integrierter Solarenergieversorgung soll den vielen Nutzern in Regionen zugute kommen, wo es allenfalls eingeschränkten Zugang zum Stromnetz gibt. Das vom chinesischen Hersteller ZTE hergestellte Gerät setzt auf Technologie der niederländischen Solarenergie-Spezialisten Intivation und soll unter 40 Dollar kosten, wie das Unternehmen gegenüber pressetext mitteilt.

Geschätzte zwei Mrd. Menschen haben eingeschränkten oder keinen Zugang zu normaler Stromversorgung, so Digicel. "Solarbetriebene Handsets sind eindeutig der richtige Weg, um den Bedürfnissen Strom-gehandicapter User weltweit gerecht zu werden", sagt Tom Bryxant, Digicel Group VP Distribution Procurement. Die Bevölkerung in vielen von Digicel bedienten aufstrebenden Märkten wird von dem solarbetriebenen Handy wesentlich profitieren, ist man beim Unternehmen überzeugt. Das Coral-200-Solar ist für Digicel dabei ein weiterer Schritt in der Sonnenenergienutzung, nachdem schon 2008 Solar-Aufladegeräte ins Angebot des Unternehmens aufgenommen wurden. Das Solar-Handy selbst soll bereits ab Juni in ausgewählten Ländern zum Einsatz kommen.

Bei ZTE sieht man im Coral-200-Solar ein Gerät, das der Nachfrage von Betreibern in Schwellenländern nach innovativen Modellen entspricht. "Wir sind überzeugt, dass das Digicel Coral-200-Solar ein derartiges Produkt ist und dass Solar-Technologie für jede Art von Mobiltelefon geeignet ist", sagt Xiong Hui, VP ZTE Handset Division. Ein billiges Handy, das mit Sonnenenergie läuft, ist freilich nicht nur für Nutzer in der Karibik und Mittelamerika interessant, sondern auch in anderen Regionen wie Afrika oder Südamerika. Seitens Digicel heißt es gegenüber pressetext, dass es bereits Gespräche mit anderen Betreibern gäbe, sodass das Gerät auch in weiteren Märkten auftauchen könnte.

Während das Digicel-Gerät mit seinem geringen Preis auf mehr Komfort für Nutzer in Schwellenländern abzielt, finden sich auf dem MWC auch Solar-Geräte, die sich eher an umweltbewusste Nutzer in entwickelten Ländern richten. Neben Samsungs Touchscreen-Ökogerät "Blue Earth" (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=090213022) ist in Barcelona auch ein Solar-Handy von LG Electronics zu sehen, dass bis Jahresende den europäischen Markt erreichen soll. Ob diese Geräte sich in einer ähnlichen Preisklasse wie das Digicel-Handy bewegen werden, erscheint allerdings fraglich.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.digicelgroup.com
http://www.zte.com.cn
http://www.intivation.nl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

16.01.2017 | Architektur Bauwesen

Herzforschung - Neue Katheterklappe in Tübingen entwickelt

16.01.2017 | Medizintechnik