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„Grüne“ Kraftwerke effizienter betreiben

25.03.2014

Mit spezieller Informationstechnik und Software sollen die Betriebskosten von regenerativen Kraftwerken wie Biogasanlagen oder Solarparks sinken.

Die Lösung besteht in einer Software-Plattform, auf der die beteiligten Firmen effizient und vertraulich zusammenarbeiten können.

Dazu gehören unter anderem Investoren, Planungsbüros, Komponentenhersteller, Wartungsfirmen sowie Dienstleister für die Betriebsführung oder den Stromhandel. Die Plattform verschaltet alle so, dass jeder Partner Zugriff auf die für ihn nötigen Informationen hat.

So lassen sich zum Beispiel Zeitfenster für Wartungsarbeiten schneller festlegen oder Stromverkäufe besser planen. Siemens ist Konsortialführer des Forschungsprojekts EUMONIS, in dem diese Software- und Systemplattform mit Partnern realisiert wurde. Nach einer Präsentation auf der CeBIT wird die Lösung auch auf der Hannover Messe vorgestellt.

Anders als bei Großkraftwerken können Betreiber kleinerer Anlagen nicht für jede Aufgabe eigene Ressourcen bereithalten. Sie beauftragen Dienstleister und koordinieren deren Aktivitäten.

Für die Wartung werden zum Beispiel anhand von Monitoringdaten der Komponentenhersteller Wartungstechniker beauftragt. Je nach Anlage hängt der beste Zeitpunkt für die Arbeiten vom Wetter oder der Tageszeit ab. Dienstleister für die Stromverkäufe werden über den geplanten Stillstand informiert und Investoren passen ihre Ertragsprognosen entsprechend an.

Das allein ist schon komplex, aber für Betreiberfirmen, die gleichzeitig Biogasanlagen sowie Wind- und Solarparks managen oder Anlagen verschiedener Hersteller haben, ist der Prozess noch aufwändiger.

Einfacher wird es mit der neuen Software-Plattform: Hier hat zum Beispiel die Wartungsfirma Zugriff auf Informationen der zu wartenden Anlage- und Monitoringdaten, plant ihre Einsätze und hinterlegt die erwarteten Stillstandszeiten als Information für Stromhändler und Investoren. Die Plattform hält auch Daten vor, die zum Beispiel für künftige Audits benötigt werden. Das spart Zeit und reduziert die Betriebskosten.

Forscher der globalen Siemens-Forschung Corporate Technology entwickelten die Software-Architekturen für die Plattform und erarbeiteten mit Kollegen von Siemens Industry die einzelnen Komponenten, beispielsweise für Datensicherheit oder Kommunikation. Eine wichtige Anforderung an die Plattform ist Vertraulichkeit.

Das System muss die vertraglichen Beziehungen aller Partner untereinander – also die Festlegung, wer wann welche Informationen abrufen darf – sicher abbilden. Deshalb sind zum Beispiel nur bestimmte Daten in der Plattform gespeichert. Andere Informationen halten die Firmen vor und übermitteln sie nur an berechtigte Partner.

Für diesen selektiven Austausch verteilter Daten wurden im Projekt DIN-Spezifikationen als Grundlage für künftige Normen entwickelt. Die Plattform ist außerdem so ausgelegt, dass man jederzeit neue Partner einbinden oder bereits vertretene Firmen für Aufgaben freischalten oder sie von ihnen entbinden kann.

Weitere Informationen:

http://www.siemens.de/innovationnews

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews

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