Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gemeinsam zum europäischen Exascale-Rechner

22.05.2012
Forschungszentrum Jülich arbeitet beim Supercomputing mit deutschen und russischen Partnern zusammen

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung zum deutsch-russischen Wissenschaftsjahr an der Freien Universität in Berlin unterzeichneten Vertreter des Forschungszentrums Jülich weitreichende Kooperationsvereinbarungen mit deutschen und russischen Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Inhalt ist eine vertiefte Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Höchstleistungsrechnens.

Hintergrund der Vereinbarungen ist die „Gemeinsame Absichtserklärung zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Ministerium für Bildung der Russischen Föderation über die Vertiefung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Managements großer Datenmengen in Höchstleistungs-rechnern“, die Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan und ihr russischer Kollege Prof. Andrej Fursenko im vergangenen Jahr unterzeichneten.

Der Absichtserklärung folgten nun die Abkommen zwischen den beiden deutschen Helmholtz-Zentren DESY/XFEL und Forschungszentrum Jülich sowie dem Kurchatov-Institut und T-Platforms, einem führenden russischen Anbieter von Systemen, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich des Hochleistungsrechnens.

So werden im „Memorandum of Understanding on collaboration to develop data management and data analysis solutions for large-scale scientific experimental facilities“ im Rahmen des Großprojektes zum Bau eines europäischen Röntgenlasers XFEL die zukünftigen Anforderungen an Höchstleistungsrechner formuliert. Dabei geht es besonders um Zugang, Management, Speicherung und Analyse von großen Datenmengen. Beteiligt sind das Forschungszentrum Jülich, das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY), XFEL und das Kurchatov-Institut in Moskau.

Im Rahmen des „Memorandum of Understanding on scientific collaboration to improve efficiency of key high performance computing applications“ soll durch das russische Unternehmen T-Platforms bereitgestellte Open-Source-Implementationen eine dauerhaft höhere Leistung der High-Performance-Computing (HPC)-Anwendungen des Jülicher Cluster-Rechners „JUROPA“ erreicht werden.

„Durch die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen mit den hochkarätigen russischen Partnern wird der gegenseitige Zugang zur exzellenten wissenschaftlichen Infrastruktur im Bereich des Supercomputings sichergestellt und das Forschungszentrum Jülich stärkt damit seine internationale Spitzenstellung im Hochleistungsrechnen“, sagte Prof. Sebastian Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums. Auch Prof. Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centres (JSC), unterstrich die große Bedeutung dieser deutsch-russischen Partnerschaft: „Das Jülich Supercomputing Centre sieht T-Platforms als eines der führenden Unternehmen im Bereich der Hardware- und Softwareintegration für Höchstleistungsrechner und freut sich darauf, gemeinsam an der Entwicklung europäischer Exascale-Rechner der nächsten Generation zu arbeiten.“

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:
http://www.bmbf.de/press/3283.php
Weitere Informationen zum Jülich Supercomputing Centre (JSC) und zu „JUROPA“:
http://www.fz-juelich.de/ias/jsc/DE/Home/home_node.html
http://www.fz-juelich.de/ias/jsc/EN/Expertise/Supercomputers/
JUROPA/JUROPA_node.html
Pressekontakt:
Tobias Schlößer, Tel. 02461 61-4771, t.schlösser@fz-juelich.de
Das Forschungszentrum Jülich...
... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung, stellt sich drängenden Fragen der Gegenwart und entwickelt gleichzeitig Schlüsseltechnologien für morgen. Hierbei konzentriert sich die Forschung auf die Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Einzigartige Expertise und Infrastruktur in der Physik, den Materialwissenschaften, der Nanotechnologie und im Supercomputing prägen die Zusammenarbeit der Forscherinnen und Forscher. Mit rund 4 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den großen Forschungszentren Europas.

Tobias Schlößer | Forschungszentrum Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie