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Das Framework richtet sich vor allem an Softwareentwickler, die mit vernetzten eingebetteten Systemen arbeiten und modellbasierte Software z.B. für Fahrzeuge entwerfen. Das Framework simuliert die entworfene Software und überprüft ihr Zeitverhalten. So hilft ERNEST den Entwicklern, bereits in einem frühen Stadium der Modellierung Softwarefehler bei der nicht-funktionalen Anforderung Zeitverhalten zu entdecken – und Zeit und Entwicklungskosten zu sparen.
Zwei Schritte: Simulation und Analyse
Kernstück von ERNEST (framework for the EaRly verification and validation of Networked Embedded SysTems) ist die simulationsbasierte Analyse. In einem ersten Schritt wird aus dem Softwaremodell eine Simulation erzeugt und das Kommunikationsverhalten nachgebildet. Das ERNEST-Framework erzeugt dabei sog. Timing-Traces, die über das Zeitverhalten informieren und festhalten, an welchem Port zu welchem Zeitpunkt eine Nachricht angelangt ist. „Wir haben zunächst die Analyse des Zeitverhaltens als eine derzeit wichtigste nicht-funktionale Eigenschaft berücksichtigt, die gerade bei Automobil-Software unbedingt eingehalten werden muss“, erläutert Gereon Weiß, Gruppenleiter Automotive Software bei der Fraunhofer ESK, die Wahl der ESK-Forscher. Weitere Analysemöglichkeiten sind geplant und können leicht in das offene Framework integriert werden.
In einem zweiten Schritt haben die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK eine Möglichkeit gefunden, wie man diese Simulationsdaten an die offene Entwicklungsumgebung Eclipse anbindet und analysiert. Dabei greifen sie auf ein sog. Change-Modell zurück, welches die Simulationsdaten in das Eclipse-Modell überführt. Der Entwickler kann nun überprüfen, ob die gesetzten Anforderungen eingehalten wurden und sein Software-Modell entsprechend verbessern.
Analyse mehrerer Modellierungssprachen
Besonders am ERNEST-Simulationsframework ist, dass es durch ein eigens entwickeltes Meta-Modell unterschiedliche Modellierungssprachen wie UML, EAST-ADL und Artop/AUTOSAR analysiert. Die ESK-Wissenschaftler haben bereits während der Entwicklung darauf geachtet, dass die Analyse von der Modellierungssprache der Systemarchitektur unabhängig bleibt. Damit können Softwarenentwickler unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Entwicklungssprachen in das ERNEST-Framework integrieren und überprüfen.
Premiere auf der embedded world 2013
In Halle 5, Stand 228, zeigen die Wissenschaftler das Framework mit einer Anbindung an die Modellierungssprachen UML und EAST-ADL. Nach der Messe wird dann AUTOSAR über die Toolplattform Artop ergänzt. Außerdem zielen künftige
Entwicklungsschritte darauf ab, weitere Analysen für nicht-funktionale Anforderungen in das Framework einzubinden.
Validierung von nicht-funktionalen Anforderungen
Die ESK-Forscher greifen mit ihrem ERNEST-Framework aktuelle Trends bei der Software-Entwicklung auf. So müssen Software-Entwickler zunehmend nicht-funktionale Anforderungen, wie das Zeitverhalten, die Zuverlässigkeit und die
Energieeffizienz, berücksichtigen, damit das System fehlerfrei funktioniert. Wird beispielsweise Software für ein Bremssystem im Automobil entwickelt, ist es wichtig, dass die zeitlichen Anforderungen an die Softwarekomponenten gewährleistet sind. Der Fahrer kann nur dann rechtzeitig bremsen, wenn Daten zeitnah übertragen werden. Ohne eine frühzeitige Absicherung von nicht-funktionalen Anforderungen in einem Softwareentwurf bleiben Fehler unerkannt und führen in späteren Entwicklungsphasen zu Problemen und zu hohen Kosten.
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK
Die Fraunhofer ESK forscht anwendungsorientiert an Verfahren und Methoden der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Damit unterstützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Industrie in den Marktsegmenten Automobil und Verkehr, Energieversorgung, Automatisierung, Gebäude- und Sicherheitstechnik sowie Telekommunikation. Der Leiter der Fraunhofer ESK, Prof. Dr.-Ing. Rudi Knorr, ist seit 2006 auch Ordinarius für Kommunikationssysteme an der Universität Augsburg.
Für ihre Angebote greift die Fraunhofer ESK auf sechs Kernkompetenzen zurück, die das technologische Wissen der Einrichtung über die Geschäftsfelder Automotive, Industrial Communication und Telecommunication hinweg bündeln: Leitungsgebundene Übertragungstechnik, Lokale Funknetze, Zuverlässige Ethernet-/IP-Kommunikation, Adaptive Systeme, Modellbasierter Software-Entwurf und Absicherung und Multicore-Software.
Kontakt:
Susanne Baumer
Gruppenleiterin PR & Marketing
Fraunhofer ESK
Hansastraße 32, 80686 München
E-Mail: susanne.baumer@esk.fraunhofer.de
Telefon: +49 89 547088-353
Susanne Baumer | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
www.esk.fraunhofer.de/de/medien/pressemitteilungen/pm1209.html
Weitere Berichte zu: Absicherung > Automobil > AUTOmotive > ERNEST-Framework > ESK > ESK-Forscher > Framework > Kommunikationstechnik > Modellierungssprachen > Simulation > Simulationsdaten > Softwareentwurf > Zeitverhalten
Bahnbetrieb optimieren mit großem Touch-Display
16.05.2013 | Siemens AG
Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk
16.05.2013 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
Supraleitungssensoren der PTB ermöglichen hochempfindliche Messungen der magnetischen Kernresonanz dünner Helium-3-Schichten - aktuelle Veröffentlichung in Science
Tieftemperatur-Spezialisten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) haben mit ihren SQUIDs dazu beigetragen, dass die magnetischen Momente von Atomen des seltenen Isotopes 3He (Helium-3) extrem empfindlich gemessen werden konnten. Mithilfe dieser Sensoren wurden hochempfindliche Kernresonanzspektrometer entwickelt, die jetzt tiefe Einblicke in den Zustand der Materie bei extrem tiefen Temperaturen lieferten.
Konkret sperrte ...
Gut 99 Prozent des gesamten Eises an Land ist in den riesigen Eisschilden der Antarktis und Grönlands gespeichert, nur knapp ein Prozent dagegen in Gletschern.
Die Schmelzwasser dieser Gletscher trugen im Zeitraum 2003 bis 2009 etwa genauso viel zum Anstieg des Meeresspiegels bei, wie die beiden Eisschilde: rund einen Drittel. Dies ist eines der Resultate einer internationalen Studie mit Beteiligung von UZH-Geographen.
Wieviel alle Gletscher zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen, wurde noch nie so genau ...
Siemens hat das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät vorgestellt. Der Schallkopf ist mit einer Hand gut bedienbar und überträgt das Ultraschallbild per Radiofrequenz auf den Bildschirm.
Das Fehlen der Kabel ist vor allem bei Operationen oder interventionellen Eingriffen von Vorteil, wo beispielsweise Nadeln mit Hilfe von Ultraschall visualisiert werden. Die Kabel am Schallkopf behindern die Person, die das Gerät bedient, und sie können trotz steriler Schutzhüllen ein Infektionsrisiko darstellen.
Das kabellose Acuson Freestyle arbeitet bis zu ...
Siemens will mit einem großen Touch-Display Bahnbetreibern helfen, Störungen besser zu bewältigen.
Das Display mit rund 1,50 Metern Diagonale veranschaulicht alle Daten und Fakten, um Entscheidungen treffen zu können. Herzstück der Lösung ist eine Software, die mit Hilfe mathematischer Optimierungsalgorithmen bisher entkoppelte Systeme wie Wartung oder Zugdisposition vernetzt.
Bisher reagieren einzelne Abteilungen von Bahnbetreibern weitgehend unabhängig auf Störfälle, weil sie über das ...
Forschern des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik IAF und des Karlsruher Instituts für Technologie KIT ist es gelungen, 40 Gbit/s bei 240 GHz und über eine Entfernung von einem Kilometer per Funk zu übertragen.
Mit ihrer jüngsten Demonstration haben sie einen neuen Weltrekord erzielt und knüpfen damit erstmals nahtlos an die Kapazität von Glasfaser an. Solche Richtfunkstrecken könnten zukünftig Lücken in der Versorgung mit Breitband-Internet schließen, indem die drahtlosen Links das Netz an schwer zugänglichen Stellen oder im ländlichen Raum ergänzen.
Digital, mobil und ...
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Aus zwei wird drei: In Deutschland kommt eine dritte Ringelnatter vor
17.05.2013 | Biowissenschaften Chemie
New method proposed for detecting gravitational waves from ends of universe
17.05.2013 | Physik Astronomie
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Herausforderungen des demografischen Wandels
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Die 16 besten Nachwuchschemikerinnen und -chemiker Deutschlands treffen sich in Kiel
17.05.2013 | Veranstaltungsnachrichten