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Frei zugängliche Daten fördern Innovationen für Smart City-Apps

29.12.2015

Mit einer offenen Datenplattform sollen Entwickler neue, auf Städte konzentrierte Apps erstellen können, von denen Bürger profitieren können und die zum Erreichen von Smart Cities beitragen.

Das EU-finanzierte Projekt ICITY – das letztes Jahr bis September 2015 verlängert wurde – liefert öffentlichen Stellen und innovativen, städtisch orientierten Start-up-Unternehmen alles was sie brauchen, um Apps zu entwickeln, welche die Wirtschaft ankurbeln, öffentliche Dienste verbessern und Investitionen anziehen. Obwohl das Projekt inzwischen offiziell abgeschlossen wurde, wird die iCity-Plattform über das Jahr 2015 hinaus bestehen und Entwickler bei der Erstellung innovativer Dienstleistungen von öffentlichem Interesse unterstützen, indem sie den Austausch von Ideen und Informationen ermöglicht.


Die Projektmitglieder erstellten einen einzigen Zugangspunkt, um von zahlreichen Städten aus auf öffentliche Informationssysteme zuzugreifen. Zudem wurden für die Entwicklung von Apps Tools bereitgestellt und Unterstützung geleistet. Dies wird eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Städten, Organisationen und Entwicklern ermöglichen und bedeutet, dass jeder, der eine auf eine Stadt konzentrierte App entwickeln möchte, nun auf Daten aus zahlreichen Städten frei zugreifen kann.

Eine vor kurzem im Kontext der iCity-Plattform fertiggestellte App ist „ParkFinder“ von SEAT. Das Automobilunternehmen arbeitete mit Entwicklern zusammen, um eine App für einfacheres Parken bereitzustellen, die Informationen über kostenlose Parkplätze in einer ganzen Stadt sammelt. Lokalen talentierten Entwickler wird zudem erleichtert, ihre Ideen umzusetzen, wie neulich durch einen vom Projekt organisierten Wettbewerb für lokal entwickelte Apps in Genua deutlich wurde. Als Sieger ging eine Plattform hervor, die verschiedene Systeme in sich vereint, um die Luftqualität zu überwachen.

Das iCity App-Portal wurde Anfang dieses Jahres online gestellt, enthält alle entwickelten Apps und bietet sie zum Download an. Auch die Entwickler, Funktionen, Vorteile, weitere Hinweise und die Städte, in denen eine App verfügbar ist, werden aufgeführt.

Zu den neuesten entwickelten Apps zählt eine, die das Recycling- und Entsorgungsverhalten ihres Benutzers beobachtet und bewertet, eine App für Reisende, die Menschen in mehreren Städten vor möglichen Hindernissen warnt, und eine App für Jogger, welche über die Temperatur und Windgeschwindigkeit informiert. Es gibt sogar eine App, mit der Benutzer ihre persönlichen Besitztümer erfassen können.

Die iCity Apps-Website enthält darüber hinaus einen Bereich zum Ideenaustausch, in dem Benutzer und Entwickler miteinander diskutieren können und sehen, was andernorts geschieht. Das Projektteam ist überzeugt, dass dies insbesondere für Entwickler von Nutzen sein wird, die nach neuen Ideen suchen und erfahren möchten, welche Art von Dienstleistungen oder Apps sich die Menschen ihrer Stadt wünschen.

Auch eine allgemeine Website ist vorhanden, auf der alle Berichte und Informationen bereitstehen, die im Lauf des Projekts gesammelt wurden. So erhält die allgemeine Öffentlichkeit eine benutzerfreundliche Oberfläche, und Benutzer können leichter auf die Daten und Technologien zugreifen, die Sie für neue Apps benötigen. Die Oberfläche ist auf den Endbenutzer ausgerichtet und daher simpel und modern gehalten. Benutzer können intuitiv navigieren und ihre Suchvorgänge mit Filtersystemen präzisieren.

Das vierjährige Pionierprojekt war auf vier Städte konzentriert: Genua, Barcelona, Bologna und London. Das Grundprinzip bestand darin, für Europas Städte die sogenannten fünf „I“s zu erreichen, d. h. sie intelligent, integriert, innovativ, inklusiv und internetfähig zu machen. Während der Laufzeit des Projekts fügte z. B, der Stadtrat von Genua der Plattform acht Informationssysteme sowie das städtische offene Datenportal hinzu.

Weitere Informationen finden Sie auf:
iCITY-Projektwebsite


Quelle: Gestützt auf Projektinformationen.

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Weitere Informationen:
http://cordis.europa.eu/news/rcn/124522_de.html

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