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Fraunhofer FIT bietet Ausbildung zum zertifizierten Usability Engineer an

27.08.2008
Im April 2008 jubilierte Usability-Papst Jacob Nielsen in seiner Alertbox über das Wachstum im Usability-Markt. Weltweit rängen mittlerweile rund 50.000 Experten um einfache Handhabung von Geräten und Software. Alles schön demnach?

Leider nein, denn in der Branche gibt es keinen einheitlichen Ausbildungsweg. Wer heute einen Usability-Auftrag erteilt, bekommt nicht immer gute Qualität. Fraunhofer FIT bietet daher ab Februar 2009 eine Ausbildung an, in der praxisnahes Usability-Wissen gemäß international anerkannter Qualitätsstandards vermittelt wird.

Der Usability-Markt boomt. Die meisten Firmen haben eine leichte und intuitive Bedienung von IT-Produkten mittlerweile als wichtigen Wettbewerbsfaktor erkannt. Der Markt für den relativ jungen Beruf des Usability-Beraters ist geebnet.

"Allerdings zeigen sich erschreckende Unterschiede in der Beratungsqualität der größtenteils selbst ernannten Usability-Spezialisten", weiß Britta Hofmann, die Leiterin des Usability Kompetenzzentrums des Fraunhofer FIT aus über 10jähriger Praxiserfahrung. "Kaum zwei unabhängige Berater kommen zu demselben Beurteilungsergebnis. Viele sind nicht in der Lage, ihre Einschätzung und Methodenwahl fundiert zu untermauern. Zum Teil können von den Beratern keine konkreten Designempfehlungen zur Usability-Optimierung gegeben werden."

Die Universitäten wirken langsam mit der inhaltlichen Orientierung ihrer Studiengänge auf die Vermittlung von Usability-Wissen hin. So bietet der Studiengang Informatik verstärkt Usability-Module im Wahlpflichtbereich. Auch die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg engagiert sich für das Thema Mensch-Maschine-Interaktion. Die Universität Siegen bietet ab dem Wintersemester 2009 mit "Human Computer Interaction" sogar einen speziell auf Usability ausgerichteten Studiengang an. Daneben findet man immer mehr Weiterbildungsangebote, wenn auch nur in Form von Tagesseminaren. Eine ganzheitliche und auf die Arbeitspraxis hin orientierte Ausbildung mit anschließender Abschlussprüfung existiert in der Region Bonn / Rhein-Sieg bisher jedoch nicht.

Hier will das Fraunhofer FIT Abhilfe schaffen. Neben seinen Initiativen "http://www.fit-fuer-usability.de", einem Online-Magazin, das Usability-Praktikern wertvolle Informationen liefert und dem Förderverein Usability-Netzwerk Bonn/Rhein-Sieg e.V., der gerade mittelständischen Unternehmen durch regelmäßige Treffen eine Plattform für den Austausch stellt, bietet FIT nun die Ausbildung zum zertifizierten Usability Engineer an.

Dafür wurde ein besonders praxisnahes Lehrkonzept ausgearbeitet. Die Schulungsteilnehmer nehmen die Rolle eines Usability Consultants in einem fiktiven IT-Unternehmen ein. Sie müssen sich darin mit ihrer Idee behaupten, ab jetzt Produkte benutzerfreundlicher gestalten zu wollen. Praktisch eingeübt werden dabei vor allem die von der Deutschen Akkreditierungsstelle Technik GmbH (DATech) erarbeitete Zusammenstellung von Methoden zur Entwicklung und Überprüfung von interaktiven Produkten und deren Entwicklungsprozessen im Hinblick auf Normkonformität mit den international anerkannten Usability-Normen ISO 9241-11, -110 bzw. der ISO-Norm 13407. Ergänzt werden die DATech-Inhalte durch weitere praxisrelevante Erhebungs- und Auswertungsmethoden und international anerkannte Grundsätze der Informationsdarstellung und Benutzerführung.

Die Schulung besteht aus 16 Lehreinheiten sowie zusätzlichen Gastvorträgen aus der Industrie und wird ab 2009 zweimal jährlich angeboten. Der erste Kurs startet im Februar 2009. Weitere Informationen unter:

http://usability-ausbildung.fit.fraunhofer.de

Kontakt:

Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon: +49 (0) 22 41/14-22 08

Alex Deeg | idw
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de
http://www.fit.fraunhofer.de/services/usability/schulung.html
http://usability-ausbildung.fit.fraunhofer.de

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