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Forschungsschwerpunkt IT-Sicherheit startet

03.09.2009
Schavan und Schäuble stärken Sicherheit und Datenschutz

Vom zuverlässigen Funktionieren der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie dem Vertrauen in die Sicherheit der IKT-Systeme hängen inzwischen weite Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ab.

Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble haben heute ein gemeinsames Arbeitsprogramm zur IT-Sicherheitsforschung vorgelegt. Schavan: "Wir brauchen jetzt Ideen und innovative Konzepte, um unsere IKT-Systeme und Daten vor illegalen Zugriffen zu schützen. Sicherheit und Datenschutz müssen an vorderster Stelle stehen, wenn wir die Informationsgesellschaft gestalten."

Bereits im Oktober 2008 haben sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium des Innern (BMI) in einer gemeinsamen Erklärung darauf verständigt, IT-Sicherheit als einen neuen Schwerpunkt der Forschungsförderung im IKT-Bereich zu etablieren. "Eine gezielte Forschung auf dem Gebiet der IT-Sicherheit ist auch notwendig, um die IT-Infrastrukturen vor den derzeitigen und möglichen neuen Bedrohungen zuverlässig zu schützen", so Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble. Das jetzt vorgelegte Arbeitsprogramm IT-Sicherheitsforschung bildet den Kern dieses Förderschwerpunktes. Das BMBF stellt für seine Umsetzung 30 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung.

IT-Sicherheitsforschung soll dabei helfen, Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und den Staat vor illegalen Zugriffen zu schützen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland im Bereich der IT-Sicherheit zu stärken. BMBF und BMI haben im Arbeitsprogramm gemeinsam den Handlungsbedarf identifiziert und thematische Prioritäten festgelegt. Ein Schwerpunkt der ersten Förderrunde ist das Thema "Sicherheit in unsicheren Umgebungen". Da eine Absicherung großer IKT-Umgebungen (z.B. Internet) de-facto nicht möglich ist, muss die Sicherheit von einzelnen IKT-Systemen auch in unsicheren Umgebungen gewährleistet sein. Das gilt in besonderem Maße für mobile IKT-Systeme, die nicht mehr auf das bloße Telefonieren (per Handy) beschränkt sind, sondern mittlerweile auch den Zugriff auf das Internet sowie den Austausch von E-Mails ermöglichen. Hier gilt es beispielsweise, neue Konzepte zum Schutz der mobilen Kommunikationslösungen sowie neuartige Verfahren zur Detektion und Abwehr von Schadsoftware (z.B. Viren, Würmer und Trojaner) zu entwickeln.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten für Unternehmen und Forschungseinrichtungen enthält die öffentliche Bekanntmachung "Richtlinie zur Förderung der IT-Sicherheit" des BMBF, erschienen im Bundesanzeiger Bekanntmachung vom 26. August 2009 sowie im Internet-Angebot des BMBF (www.bmbf.de/de/73.php) und des BMI (www.bmi.bund.de und www.cio.bund.de).

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Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

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