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Forschung an Servicerobotern wird weiter gefördert

09.08.2010
Mit insgesamt einer Million Euro wird das Zentrum für Angewandte Forschung (ZAFH) „Autonome mobile Serviceroboter“ an der Hochschule Ulm für weitere zwei Jahre durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Geforscht wird im Verbund mit den Hochschulen Mannheim und Ravensburg-Weingarten an der Entwicklung von Methoden, mit denen sich kostengünstig zuverlässige und alltagstaugliche Roboter produzieren lassen.

„Die Anschlussförderung ist für uns extrem wichtig“, so Professor Dr. Christian Schlegel, Projektleiter und Sprecher des ZAFH Servicerobotik, „und gleichzeitig die Anerkennung für unsere bisherige wissenschaftliche Leistung.“ Alleine in Ulm sind sechs Mitarbeiter im ZAFH Servicerobotik tätig und können nun ihre wissenschaftlichen Arbeiten weiterführen. Ganz besonders bei Promotionsvorhaben ist eine längerfristige Perspektive zwingend notwendig und nun gegeben. Ähnlich sieht es an den beiden kooperierenden Hochschulen aus. Entsprechend groß ist die Freude, dass die fruchtbare Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann.

In der ersten Phase der Förderung stand vor allem die Erweiterung von Schlüsseltechnologien wie modulare Bauweise, Orientierung im Raum, Lernfähigkeit, Objekterkennung, Bildverarbeitung und Sicherheit im Vordergrund, damit die intelligenten Serviceroboter alltagstauglich werden. Für die kommenden zwei Jahre wird es darum gehen, die engen Querbeziehungen, die zwischen den bearbeiteten Teilbereichen bestehen, systematisch auszunutzen. Professor Schlegel und die Leiter der Teilprojekte sind sich darin einig, dass die vielfältigen Herausforderungen auf dem Weg zur Alltagstauglichkeit von Servicerobotern nur durch eine systemische Sicht gelöst werden können. „Diese Sicht wurde von Anfang an verfolgt, aber erst durch die Verlängerung können wir das volle Potential der in der internationalen Forschungslandschaft bestens verankerten Ansätze schöpfen und demonstrieren“, erläutert Schlegel.

Das Land Baden-Württemberg fördert Spitzenforschung an Fachhochschulen durch die Einrichtung von so genannten Zentren für Angewandte Forschung. Das ZAFH Servicerobotik ist derzeit eines von sieben. Die Zentren erhalten jährlich 500.000 Euro für maximal fünf Jahre, die aus Privaterlösen des Landes und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung bereitgestellt werden. Ziel ist es, durch das Erschließen zukunftsträchtiger Forschungsfelder die regionale Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Nutzbarmachung der Ergebnisse für die mittelständische Wirtschaft spielt dabei eine wichtige Rolle.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.zafh-servicerobotik.de/

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