Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher der FH Aachen entwickeln Lösungen für die mobile Datenautobahn

08.10.2010
Für die mobile Kommunikation gelten klare Anforderungen: Die nötigen Informationen sollten zur richtigen Zeit in der bestmöglichen Form zur Verfügung stehen – und das am besten „nebenbei“, also ohne Aufwand für den Nutzer.

Der Wissenschaftszweig, der sich damit beschäftigt, ist die Informationslogistik. An der FH Aachen beschäftigt sich die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Thomas Ritz am „mobile media and communication lab“ (m2c-lab) des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik mit diesem Thema.

Mobile Kommunikation ist eigentlich ganz einfach: Die nötigen Informationen sollten zur richtigen Zeit in der bestmöglichen Form zur Verfügung stehen – und das am besten „nebenbei“, also ohne Aufwand für den Nutzer. Das gilt für den Außendienstmitarbeiter, der vor Ort einen Kunden betreut, ebenso wie für den Nutzer eines Mobiltelefons, der in einer fremdem Stadt unterwegs ist und sich die Speisekarte der nächstgelegenen Pizzeria ansehen will.

Und weil das Ganze dann doch nicht so einfach ist, gibt es einen eigenen Wissenschaftszweig, der sich damit beschäftigt: die Informationslogistik. An der FH Aachen beschäftigt sich die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Thomas Ritz am „mobile media and communication lab“ (m2c-lab) des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik mit diesem Thema.

Wie lassen sich Informationen so aufbereiten, dass sie auf verschiedenen Endgeräten abrufbar sind, auf dem Handy ebenso wie auf dem iPad oder dem Laptop? Wie können die Schnittstellen gestaltet werden, damit der hungrige Reisende nicht nur die Speisekarte der Pizzeria einsehen, sondern direkt auch einen Tisch reservieren kann? Und wie kann der Außendienstmitarbeiter die Daten des Kunden auf dem zentralen Server direkt bearbeiten?

Bei der Aufbereitung der Informationen sind es neben technischen Fragestellungen häufig Probleme der nutzergerechten Gestaltung, die über Erfolg oder Misserfolg mobiler Informations- und Kommunikationssysteme entscheiden. So muss das Endgerät zu den Aufgaben und Anforderungen passen. Die Forscher entwickeln derzeit Lösungen, wie die Anwendungen maßgeschneidert programmiert werden können. Das Entscheidende dabei ist aber, dass die Nutzung von Gerät und Anwendung als selbstverständlich empfunden wird und nicht – wie heute noch oft der Fall – zusätzliche Aufmerksamkeit bindet. Die Forschung der FH Aachen in diesem Bereich wird im Zeitraum 2009 bis 2011 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 212 165 Euro gefördert.

Die Forschungsergebnisse zur Informationslogistik finden auch in anderen Bereichen Anwendung: So wird beim Projekt „EC2GO“ ein Car-Sharing-Konzept aufgebaut, das auf Elektroautos zurückgreift und wegen der begrenzten Reichweite der Fahrzeuge besondere Anforderungen an den Austausch von Informationen stellt. Ein anderes Praxisbeispiel ist Blended Shopping. Jeder kennt die Situation: Man sieht im Schaufenster ein interessantes Produkt, aber der Laden ist geschlossen. Blended Shopping erlaubt es, online zusätzliche Informationen zu dem Produkt abzurufen – und es möglicherweise gleich zu bestellen.

| idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften