Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flughafen- und Gebäudesicherheit: Ein Berlin/Brandenburger Konsortium entwickelt einen neuartigen modularen Körperscanner

06.01.2010
Das Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) entwickelt Terahertz-Schaltkreise für eine zukünftige kostengünstige Fertigung

Das IHP - Leibniz-Institut für Innovative Mikroelektronik Frankfurt (Oder) - arbeitet gemeinsam mit dem IUT - Institut für Umwelttechnologien GmbH Berlin -, dem DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Berlin -, dem Forschungsinstitut für optoelektronische Hochtechnologien Berlin (OUT e. V.) sowie drei mittelständischen Industriepartnern an einem komplexen technischen Sicherheitssystem zum Schutz von Menschen und Gebäuden vor terroristischen Bedrohungen. Es dient der Detektion nichtmetallischer Objekte wie Sprengstoffe, radioaktive Substanzen oder Keramikwaffen, die bisher bei der operativen Personenkontrolle nur schwer oder überhaupt nicht nachweisbar sind.

Eines der Kernstücke dieser Entwicklung ist ein neuartiger Körperscanner. Die für eine kostengünstige Fertigung notwendigen Terahertz-Chips werden zurzeit am IHP entwickelt. Auf einem Chip mit der Größe von wenigen mm2 erfolgt die Erzeugung und Detektion der Terahertz-Strahlung. Die erreichte Bildauflösung gewährleistet, dass noch aus fünf Metern Entfernung Details von weniger als einem Zentimeter Größe erfasst werden.

Die ausgesandte Terahertz-Strahlung ist gesundheitlich unbedenklich. Eine spezielle Auswertesoftware sichert zudem die Wahrung der Persönlichkeitsrechte von Passagieren oder Besuchern und sorgt dafür, dass bei der Online-Auswertung am Monitor nur Körperbereiche sichtbar sind, an denen Objekte mit Gefährdungspotenzial detektiert wurden. Alle anderen Bereiche werden mittels Maskierung schematisch verdeckt.

Zusätzlich kommen weitere Detektoren wie zum Beispiel die selektive Gasmesstechnik der IUT GmbH zum Nachweis von Explosiva sowie Sensoren für radioaktive Substanzen zum Einsatz. Der Körperscanner wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2011 einsatzbereit sein und u. a. in Flughäfen, Seehäfen, Stadien oder anderen sicherheitsrelevanten Gebäuden erprobt werden.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

Fachlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Wolfgang Mehr
Tel: 0335 5625 220
Email:ihp@ihp-microelectronics.com
Ansprechpartner für die Medien:
Heidrun Förster
Tel: 0335 5625 204
Fax: 0335 5625 222
Email: foerster@ihp-microelectronics.com
Über das IHP:
Das IHP ist ein öffentlich finanziertes Forschungsinstitut der Leibniz-Gemeinschaft und betreibt Forschung und Entwicklung zu siliziumbasierten Systemen sowie Höchstfrequenz-Schaltungen und Technologien für die drahtlose und Breitbandkommunikation. Seine Kernkompetenzen sind Materialforschung, Technologieentwicklung, Schaltkreis- und System-Design. Es beschäftigt ca. 280 FuE-Spezialisten und verfügt über eine hochmoderne Pilotlinie für die Herstellung von Hochgeschwindigkeits-Schaltkreisen, die sich in einem 1000 m2 großen Reinraum der Klasse 1 befindet.

Heidrun Förster | IHP
Weitere Informationen:
http://www.ihp-microelectronics.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte