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Firmenausgründung aus Fraunhofer entwickelt Technologien zur Datenkompression

09.10.2012
Spin-off des Fraunhofer-Instituts SCAI vermarktet die Kompressionssoftware FEMZIP und die Analysesoftware DIFFCRASH

Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI und die SIDACT GmbH haben Anfang Oktober einen Kooperationsvertrag geschlossen. Er regelt die Zusammenarbeit des Instituts mit seiner jüngsten Firmenausgründung.

SIDACT steht für "Simulation Data Analysis and Compression Technologies" und beschreibt die Geschäftsfelder des neuen Technologieunternehmens. SIDACT übernimmt die exklusiven Vermarktungsrechte der am Fraunhofer SCAI entwickelten Softwareprogramme FEMZIP und DIFFCRASH.

„Wir freuen uns, dass über die SIDACT GmbH eine langfristige Perspektive für die Vermarktung, die Wartung und den Kundendienst der beiden erfolgreichen Produkte des Instituts gefunden werden konnte“, sagt Prof. Dr. Michael Griebel, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts SCAI.

FEMZIP ist eine Software zur Kompression der Ergebnisdaten von Simulationsprogrammen. FEMZIP komprimiert die oft mehrere Gigabyte großen Ergebnisdateien auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe. Mit FEMZIP komprimierte Dateien lassen sich schneller über Netze austauschen, sparen Platz im Archiv und können von anderen Programmen schneller eingelesen werden.

„Zurzeit wird die Software noch vorwiegend in der Automobilentwicklung eingesetzt“, sagt Clemens-August Thole, Gründer und Geschäftsführer der SIDACT GmbH, „doch es gibt weitere Anwendungsfelder, etwa in der Ölindustrie“. Unternehmen weltweit, die FEMZIP bereits in ihren Produktionsprozessen einsetzen, so Thole, erzielen deutliche Kosteneinsparungen und einen Produktivitätsvorteil für Ihre Entwicklungsingenieure. Im Jahr 2007 erhielt Tholes Forschergruppe den renommierten Joseph-von-Fraunhofer-Preis für die Entwicklung von FEMZIP. Der Gründer leitet am Fraunhofer SCAI die Abteilung Numerische Software. Ab dem nächsten Jahr wird er sich ganz der SIDACT GmbH widmen.

DIFFCRASH, die weitere von der SIDACT GmbH vermarktete Software, analysiert die Stabilität von Aufprallsimulationen in der Automobilindustrie. Physikalische Verzweigungen beim Automobilentwurf und numerische Instabilitäten im Simulationspaket bedingen eine empfindliche Abhängigkeit der Simulationsergebnisse von selbst kleinsten Modelländerungen. DIFFCRASH findet kritische Strukturbereiche und gibt Hinweise zur Stabilisierung. Die Software trägt so zur Verbesserung der Aussagekraft von Simulationsergebnissen bei.

Die SIDACT GmbH hat ihren Firmensitz in Bonn und wird zunächst fünf Mitarbeiter beschäftigen.

Michael Krapp | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.scai.fraunhofer.de/femzip
http://www.scai.fraunhofer.de/diffcrash

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