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EU-Projekt verstärkt Glasfasernetz

07.10.2009
Wie vor kurzem berichtet wurde, hat das irische Forschungsinstitut Tyndall National Institute am University College Cork das ausgereifteste Glasfasernetz der Welt vorgestellt. Diese Innovation ist Teil des Projekts PIEMAN ("Photonic integrated extended metro and access network"), das unter dem Themenbereich "Technologien für die Informationsgesellschaft" (IST) des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) der EU mit 2,2 Mio. EUR finanziert wurde.

Der irische Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation Conor Lenihan kommentierte gegenüber Tech Central zu dem Projekt: "Hoch moderne Projekte wie PIEMAN helfen, die Entwicklung von Netzen der nächsten Generation anzutreiben, die eine wichtig Voraussetzung für die zukünftige Smart Economy (intelligente Wirtschaft) sind."

Minister Lenihan verwies darauf, dass Irland ein starkes, zuverlässiges und dynamisches Kommunikationsnetz zur Ermöglichung der Smart Economy braucht. "Die vom Tyndall National Institute vorgestellten interessanten Entwicklungen bestätigen, dass wir die kritische Innovationsmasse haben, um uns dem Wettbewerb auf dem weltweiten Telekommunikationsmarkt stellen zu können", wird der Minister zitiert. "Dieses Projekt zeigt auch klar die wichtigen Vorteile, die sich für Irland und die irischen Forscher aus unserer Einbindung in Europa ergeben."

Der irische Politiker merkte an, wie sich diese Entwicklung direkt auf europäische Forschungsprogramme auswirkt und die Entwicklung irischer Unternehmen antreiben kann.

Professor Paul Townsend vom Photonik-Forschungszentrum bei Tyndall erklärte seinerseits: "Hochgeschwindigkeits-Glasfaser-Zugangsnetze werden in zunehmendem Maße als ultimative Lösung zur Bereitstellung von Breitbanddiensten der Zukunft für Privat- und Geschäftskunden angesehen. Im PIEMAN-Projekt haben wir die Grenzen des Zugangsnetzdesigns zur Entwicklung eines neuartigen groß angelegten Hochgeschwindigkeitsnetzes erweitert, das im Vergleich zu bereits bestehenden Systemen bedeutende Vorteile aufweist."

Professor Townsend zufolge denkt die Forschungsgruppe an eine Ausweitung des Netzwerkbereichs von derzeit 20 km auf 100 km. "Das neue System macht viele der elektronischen Schalter und Verstärker überflüssig, die gegenwärtig in Netzwerken verwendet werden. Demzufolge wären diese neuen Netze potenziell viel einfacher und bedienungsfreundlicher mit geringeren Ausrüstungs- und Betriebskosten."

Chris Clark, leitender Mitarbeiter von BT Ireland, einer Tochtergesellschaft der BT Group aus dem Vereinigten Königreich, berichtete, dass dieses neue Netz mehr als die derzeit auf dem Markt verfügbaren Glasfaser-Zugangsnetze kann.

"Neben dem erweiterten Bereich vergrößert das System sowohl die Anzahl der Nutzer als auch die verfügbare Bandbreite im Vergleich zu vorhandenen Lösungen um das 10-fache", wird Clark zitiert. "Es nutzt auch mehrere Lichtfarben, um eine gemeinsame Nutzung von Glasfaser und Komponenten in vielen Teilnetzen zu ermöglichen, sodass insgesamt über 16.000 Kunden von einem einzigen Hub aus unterstützt werden können. Damit ermöglicht es potenziell bedeutende Netzwerkvereinfachung und -kosteneinsparung."

Die PIEMAN-Partner erklärten, dass die entwickelte Technologie, sobald sie auf den Markt kommt, den europäischen Verbrauchern und Firmen kostengünstigen Zugang zu sofortiger symmetrischer Bandbreite auf Nachfrage bringen würde. So würde auch die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der Technologie der Breitbandkommunikation erhalten bleiben, wie die Forscher prognostizieren.

Partner des PIEMAN-Projekts sind das University College Cork, BT Group (Koordinator), Alcatel-Lucent Deutschland AG in Deutschland, Siemens Networks GmbH in Deutschland, Interuniversitair Micro-Electronica Centrum vzw (IMEC) in Belgien und The Centre for Integrated Photonics Ltd im Vereinigten Königreich.

| CORDIS
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

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