Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ESA entwickelt textile Ortungs-Antenne

05.10.2011
Erfindung soll auch in Tauchanzüge verbaut werden

Die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) hat eine Antenne für das Cospas-Sarsat-Ortungssystem entwickelt, die klein, leicht und waschbar ist. Eingebettet in wasserdichtes Textilmaterial ist das Sende- und Empfangsgerät zudem extrem flexibel. Sie bietet neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Suche nach vermissten Schiffen und Insassen und soll künftig auch in Tauchwesten integriert werden.


Textil-Antenne: ESA-Erfindung ist biegsam, leicht und wasserfest (Foto: ESA)

Optimiert für See-Einsatz

Forscher der Technischen Universität Tampere http://tut.fi und das finnische Unternehmen Patria http://patria.fi haben in Gemeinschaftsarbeit mit der ESA das funkende "Accessoir" entworfen und umgesetzt. Die Antenne übermittelt, wenn aktiviert, ihre Koordinaten an Satelliten in der Umlaufbahn, die die Positionsdaten an ein Mission Control Center weiterleiten. Dort wird eine Rettungsanweisung mit erforderlichen Informationen befüllt und an lokale Koordinations-Zentralen weitergeleitet. Dies geschieht innerhalb weniger Minuten.

Die Antenne ist insofern eine besondere Entwicklung, da sie aufgrund ihrer Eigenschaften belast- und verformbar ist. Zudem ist sie mit der Größe von etwas mehr als einem Handteller ausgesprochen klein. Antennen, die im niedrigen Bereich von Cospas-Sarsat funken, sind in der Regel deutlich größer gestaltet. Ihre Wasserdichtigkeit macht sie zudem optimal für den Einsatz in einem marinen Umfeld.

Über 22.000 Gerettete

Verwendung finden soll die Erfindung künftig in Rettungswesten und Hightech-Seebekleidung. Im Rahmen des Safe@Sea-Projektes http://safeatsea-project.eu wird etwa an Fischerausrüstung gearbeitet, die sich automatisch aufbläst und den Motor stoppt, wenn ihr Träger ins Wasser fällt. Gearbeitet wird auch an einer Version der Antenne, die Bestandteil von Tauchanzügen werden soll.

Die Satelliten des Cospas-Sarsat-Systems kreisen seit 1982 um den Globus. Die Technik wird hauptsächlich in der Seefahrt eingesetzt und arbeitet mit einer Genauigkeit von ein bis drei Seemeilen. Bislang konnten auf diesen Weg bis 2006 über 22.000 Menschen gerettet werden. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt der USA, Kanada, Frankreich und der ehemaligen Sowjetunion, dem mittlerweile zahlreiche weitere Länder beigetreten sind.

Georg Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://esa.int

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ultra-sensitiv dank quantenmechanischer Verschränkung

28.06.2017 | Physik Astronomie

Chemisches Profil von Ameisen passt sich bei Selektionsdruck rasch an

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie

28.06.2017 | Förderungen Preise