Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwartungen an das künftige Satellitennavigationssystem Galileo

19.06.2009
Fraunhofer IML befragte die Besucher einer Logistikfachmesse

Die Logistikbranche setzt hohe Erwartungen in das kommende europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Dies ist das Ergebnis einer interaktiven Umfrage unter den Fachbesuchern der Messe "transport logistic" in München. Mitarbeiter des Projektzentrums Verkehr, Mobilität und Umwelt des Fraunhofer IML in Prien befragten dazu 349 Besucher.

Im Rahmen der Umfrage erklärten und hinterfragten die Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML im Gespräch interaktiv das Satellitennavigationssystem Galileo. Dadurch gut informiert, konnten die Fachbesucher entscheiden, in welchen drei Einsatzgebieten der Verkehrslogistik - bei Transportsystemen, Sicherheit oder Güterumschlag - Galileo zukünftig am meisten bewirken könnte.

Erwartungsgemäß sahen mit 53 Prozent die meisten Befragten spontan den Nutzen insbesondere im Bereich der Transportsysteme und fahrzeuge, also im Personen- und Güterverkehr per Straße, Schiene, Wasser oder Luft. Überrascht war viele allerdings von den vom Fraunhofer IML angestellten Forschungen zum Thema "Sicherheit von Transport und Verkehr durch Ortung und Navigation". Dazu zählt beispielsweise die Vermeidung von Gefahrensituationen wie dem Aufeinandertreffen zweier Gefahrguttransporter in Tunneln oder an anderen Engpässen, aber auch die Steuerung des Verkehrs gemäß der jeweiligen Verkehrslage. Die Sicherung der Supply Chain durch Zeitfenstermanagement mithilfe von Echtzeitdaten aus der Ortung oder eine kontinuierliche Sendungsverfolgung sind weitere Projektinhalte. Darüber in Kenntnis gesetzt, räumten diesem Einsatzgebiet beachtliche 29 Prozent der Befragten die wesentlichste Bedeutung ein. Immerhin 18 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Fachbesucher sah das größte Potenzial von Galileo beim Güterumschlag.

Grundsätzlich bewertete das Fachpublikum die Logistikbranche als wichtigstes Nutzungsbereich der Satellitennavigationstechnik, gefolgt von Öffentlicher Sicherheit sowie dem Rettungs- und Gesundheitswesen. Weniger Gewicht schrieb es dagegen der individuellen Fahrzeugnavigation von Privat-Pkw und der Vermessung zu. Der Großteil der befragten Besucher stammte aus der Logistikaber auch die Bereiche Forschung und Lehre, Service und Beratung sowie IT und Elektronik waren gut vertreten.

Anhand der Umfrage wurden Logistikexperten über Galileo und potenzielle Anwendungsmöglichkeiten informiert, zugleich wurde das Interesse an derzeit durchgeführten Forschungsprojekten des Fraunhofer IML geweckt. (MK/RFN)

Ansprechpartner:
Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Wolfgang Inninger
Leiter Projektzentrum Verkehr, Mobilität und Umwelt
Tel.: +49 (0) 80 51 / 9 01 - 1 10
wolfgang.inninger@prien.iml.fraunhofer.de

Stefan Schmidt | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.iml.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Störungsfreie Kommunikation für die Fabriken von morgen
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen