Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste Cloud-basierte Qualitätsmanagement-Lösung

19.07.2010
Tecnomatix Quality Software auf der Windows Azure-Plattform ist eine von mehreren gemeinsamen Projekten mit Microsoft mit dem Ziel, den PLM-Kundennutzen durch Cloud Computing weiter zu erhöhen

Siemens PLM Software, eine Business Unit der Siemens-Division Industry Automation und weltweit tätiger Anbieter von Software und Services für das Product Lifecycle Management (PLM), stellt heute ein gemeinsam mit Microsoft umgesetztes Cloud-Projekt vor. Beide Unternehmen haben zusammen die industrieweit erste Cloud-basierte Qualitätsmanagementlösung entwickelt.

Die Anwendung nutzt Microsofts Windows Azure Cloud-Plattform, um die Siemens PLM Software Dimensional Planning and Validation (DPV)-Applikation auszuführen. Dabei zeigt sich: Über Cloud Computing können erstklassige Qualitätsmanagement-Applikationen umgesetzt werden, die kosteneffizient sind und eine Skalierung "nach Bedarf" ermöglichen.

Die Ankündigung für die neue Lösung erfolgte am 13.07.2010 auf der Microsoft World Partner Conference in Washington, D.C. Das Produkt ist Teil einer Reihe von Projekten, die Siemens PLM Software derzeit gemeinsam mit Microsoft umsetzt. Beide Unternehmen validieren, wie PLM in einer Cloud-Umgebung gewinnbringend für die Fertigungsindustrie eingesetzt werden kann. Am 28. Juni präsentierte Microsoft eine PLM-basierte Cloud Computing-Demo auf der Siemens PLM Connection User Conference in Dallas, bei der auch Siemens PLM Software-Lösungen vor mehr als 1400 Teilnehmern gezeigt wurden.

"Wir wollen, dass unsere Unternehmenskunden einen maximalen Return on Investment aus ihren IT-Investitionen ziehen. Erstklassige Cloud Computing-Lösungen sind ein wichtiger Bestandteil zur Erfüllung dieses Anspruchs", sagt Simon Witts, Corporate Vice-President, Enterprise and Partner Group (EPG) bei Microsoft. "Unser Erfolg basiert nicht nur auf starken und langjährigen Beziehungen mit unseren Kunden, sondern auch auf der Zusammenarbeit mit marktführenden Partnern wie Siemens PLM Software, die genau wie wir den Erfolg des Kunden im Auge haben."

DPV ist ein wichtiger Bestandteil der Tecnomatix Software Suite für digitale Fertigungslösungen. Es handelt sich um das erste PLM-basierte "closed loop"-System, das das Sammeln, das Management, die Analyse und das Reporting von Qualitätsmanagementinformationen in direktem Austausch mit Produktionsdaten ermöglicht. Tecnomatix DPV nutzt dafür die Teamcenter-Software, das weltweit am häufigsten eingesetzte PLM-System. Mit der Lösung können Anwender reale Produktionsinformationen nutzen und mit Echtzeit-Produktionsdaten koppeln. Das erfolgt über die gleiche Oberfläche, mit der auch Produkte, Prozesse und Produktionsdaten selbst verwaltet werden.

Einige Firmen benötigen keine komplette PLM-Infrastruktur, etwa kleinere Niederlassungen oder Zulieferer. Auch sie können jedoch von der Qualitätsmanagement-Technologie profitieren. Im Rahmen der Partnerschaft können Siemens PLM Software und Microsoft gemeinsam eine Umgebung schaffen, in der Tecnomatix DPV und Teamcenter über Windows Azure in der Cloud laufen, und sie können auf die relationale Datenbank SQL AzureT zugreifen. Das ermöglicht ihnen, Szenarien zu entwickeln und zu testen, bei denen die Vorteile der PLM-basierten Qualitätsmanagement-Lösung zum Zug kommen, ohne dass es dafür eines unternehmenseigenen IT-Systems bedarf. Sind die Ergebnisse erst validiert, steigen die Verfügbarkeit von PLM-Qualitätslösungen und die Einsatzmöglichkeiten in einer "On-Demand"-Umgebung beachtlich.

"Unternehmen können ihre Kosten für eine eigene Infrastruktur und den Support erheblich senken, wenn sie auf Windows AzureT und die Möglichkeiten von Cloud Computing setzen", sagt Sanjay Ravi, Managing Director, Worldwide High Tech & Electronics Industry bei Microsoft. "Wir sind stolz auf unsere gemeinsame Arbeit mit Siemens PLM Software auf diesem Gebiet. Wir freuen uns auf weitere Schritte, mit denen Cloud Computing sicher und einfach in die PLM-Welt übertragen werden kann."

PLM in der Cloud

Zusätzlich zum neuen DPV-Azure-Projekt arbeitet die Firma auch auf anderen Gebieten eng mit Microsoft zusammen, um das Thema Cloud Computing voranzubringen. So wurde zum Beispiel auf der Siemens PLM Connection User Conference am 28. Juni ein Cloud-Szenario auf der Windows Azure-Plattform für die Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung und den automatischen Austausch über 3D-Produktinformationen gezeigt. Dabei wurde mit dem Standard JT-Datenformat und PLM XML gearbeitet. Der Austausch fand zwischen einem OEM-Hersteller und seinen Lieferanten statt.

"Wir glauben an die Möglichkeiten und das Potenzial von Cloud Computing. Wenn ein solches System richtig eingesetzt wird, kann es bedeutende Auswirkungen für die PLM-Industrie haben", sagt Chuck Grindstaff, Executive Vice President of Products and Chief Technology Officer bei Siemens PLM Software. "Wir arbeiten eng mit Firmen wie Microsoft zusammen, die auf diesem Gebiet führend sind, um die verschiedenen Anwendungsmöglich-keiten für PLM in der Cloud zu eruieren. Durch unsere starke Beziehung zu Microsoft sind wir die ersten, die SharePoint im PLM-Bereich unterstützen. Das ermöglicht uns, der erste PLM Software-Anbieter zu sein, der Cloud Computing über die Windows Azure-Plattform anbietet."

Über Siemens PLM Software
Siemens PLM Software, eine Business Unit der Siemens-Division Industry Automation, ist ein führender, weltweit tätiger Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM)-Software und zugehörigen Dienstleistungen mit 6,7 Millionen lizenzierten Anwendern und mehr als 63.000 Kunden in aller Welt. Siemens PLM Software mit Sitz in Plano, Texas, arbeitet eng mit Unternehmen zusammen, um offene Lösungen zu entwickeln, mit denen diese mehr Ideen in erfolgreiche Produkte umsetzen können. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen von Siemens PLM Software unter www.siemens.com/plm
Über Siemens Industry Automation
Die Siemens Industry Automation Division (Nürnberg) ist einer der führenden Anbieter in den Bereichen Automatisierungssysteme, Niedrigspannungs-Schaltanlagen und Softwarelösungen für die Industrie. Das Portfolio reicht von Standardprodukten für die Fertigungs- und Prozessindustrie bis zu branchenspezifischen Lösungen und Systemen für die Automatisierung ganzer Produktionsanlagen in der Automobilbranche und der chemischen Industrie. Als einer der führenden Software Anbieter optimiert Industry Automation die gesamte Wertschöpfungskette der Fertigungsunternehmen - von Produktdesign und Entwicklung bis zu Produktion, Vertrieb und Service. Mit etwa 39.000 Mitarbeitern weltweit (30. September) erzielte Siemens Industry Automation im Finanzjahr 2009 einen Gesamtumsatz von 7 Milliarden Euro. http://www.siemens.com/industryautomation
Unternehmenskontakt:
Claudia Lanzinger
+49 160 90 450 431
Claudia.Lanzinger@siemens.com
http://www.twitter.com/SiemensPLM_DE
Note: Siemens and the Siemens logo are registered trademarks of Siemens AG. JT, Teamcenter and Tecnomatix are trademarks or registered trademarks of Siemens Product Lifecycle Management Software Inc. or its subsidiaries in the United States and in other countries. SharePoint, SQL Azure and Windows Azure are trademarks or registered trademarks of Microsoft Corporation. All other trademarks, registered trademarks or service marks belong to their respective holders.

Linda Holz | LEWIS Communications GmbH
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/plm
http://www.siemens.com/industryautomation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Datenbrille erleichtert Gehörlosen die Arbeit in der Lagerlogistik
23.02.2018 | Technische Universität München

nachricht Verlässliche Quantencomputer entwickeln
22.02.2018 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics