Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Entwicklungsprojekt der Hochschule Niederrhein macht den nächsten Schritt: Roboter "Rhoni" lernt laufen

24.08.2009
Gespannt blicken Entwickler Ben Schaefer, Professor Dr. Markus Kleutges und Student Florian Müller auf die Füße von "Rhoni": noch tapsig und unkontrolliert, aber immerhin vorwärts und stetig beginnt er zu gehen.

Dafür, dass er nicht umfällt, sorgt eine Lauflernvorrichtung, wie sie auch menschlichen Kleinkindern die ersten Schritte erleichtert. Der 1,80 Meter große humanoide Roboter der Hochschule Niederrhein hängt frei an einem vier Meter langen Schwenkarm, der ihm Dreh- und Kippbewegungen nach allen Richtungen ermöglicht.

Im Rahmen eines studentischen Langzeitprojekts soll er zunächst selbständig laufen lernen, um später dann einmal Aufgaben im Haushalt und in der Pflege übernehmen zu können.

Wie "Rhoni" stabil laufen kann, weiß Florian Müller eigentlich schon jetzt - theoretisch. Der 30jährige Student, der eine Ausbildung zum Informatiker absolvierte, entwickelte zum Abschluss seines Wirtschaftsingenieurstudiums an der Hochschule in Krefeld ein Simulationsmodell von "Rhoni". Damit errechnete er Laufmuster für jeden einzelnen Schritt. Sie sind eine Voraussetzung für die nun folgende Entwicklerarbeit, bei der es vor allem darum geht, den Roboter beim Laufen im Gleichgewicht zu halten.

Denn anders als Menschen hat er keinen Gleichgewichtssinn und ein entsprechendes Organ im Innenohr und Kleinhirn. Dafür sorgen beim ihm fünf Sensoren, die die Beschleunigung und den Winkel des Körpers zum Boden messen. Nach kurzer Diskussion entschieden sich Ben Schaefer und Professor Kleutges, diese Sensoren an "Rhonis" Hüfte und an seinem Oberkörper zu befestigen. Hier ist die Masse am größten. Ein weiterer Linearaktuator erlaubt ein seitliches Abspreizen der Beine und eine flüssigere Hüftdrehung.

Mit den Sensoren kann "Rhoni" nun Schritt für Schritt und mit Hilfe tüchtiger Studierender seinen Gleichgewichtssinn schulen, unterstützt von dem Simulationsprogramm. Ein Umfallen wäre für Professor Kleutges "der größte anzunehmende Unfall". Schon beim Herausheben aus dem bisherigen Lauflernrahmen waltete höchste Vorsicht. Als "Rhonis" kabelbestücktes Bein ein Stützrohr streifte, kam dann auch gleich die besorgte Nachfrage: "Er hat sich doch nicht verletzt?"

Rudolf Haupt | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht Klick-Tagebuch: App-Projekt der HdM erlaubt neuen Ansatz in Entwicklungsforschung
11.01.2017 | Hochschule der Medien Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau