Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit der Elephant Plattform einfach mobile Anwendungen entwickeln

17.02.2009
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona (Halle 1, Stand 1G49) stellt die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK erstmals ihre Elephant Plattform vor.

Mit dem Projekt wird das Erstellen von Programmen für ein mobiles Gerät sehr einfach: Per Drag & Drop und mit vielen Templates bringt der Autor Informationen auf die mobile Plattform und kann sich so auf die Inhalte konzentrieren.

Elephant verarbeitet Texte, Audio und Video und kann für verschiedene Gerätetypen und Verbindungen unterschiedliche Informationen definieren. Die Wissenschaftler greifen auf Web 2.0 Technologien zurück, um ein interaktives Zusammenarbeiten zu ermöglichen.

Inzwischen ist die Verbreitung des Mobiltelefons so hoch, dass praktisch jeder und jede eines zur Verfügung hat. Damit eignet es sich hervorragend dazu, Informationen zu vermitteln. Jedoch müssen Applikationen für mobile Geräte heute noch von ausgewiesenen Experten programmiert werden, und zwar für jeden Endgerätetyp separat. Das macht die Entwicklung mobiler Applikationen aufwändig und teuer.

Die Wissenschaftler der Fraunhofer ESK wollen dem Abhilfe schaffen und haben deswegen die Elephant Plattform entwickelt. Elephant basiert auf Web-Technologien mit denen man sehr einfach bestehende Informationen zu einer Anwendung für mobile Geräte zusammenstellen kann. Der Elephant-Entwickler muss nur noch seine Inhalte kennen und wissen, wie sie vermittelt werden sollen.

Die Elemente werden dann per Drag & Drop angeordnet. Mehrfachverknüpfungen und Ablaufvorlagen geben der eigenen Anwendung die Struktur. Per Mausklick wird ein Paket generiert, das die Inhalte für verschiedene mobile Geräte aufbereitet. Eine Applikation der Fraunhofer ESK muss auf dem mobilen Gerät einmalig installiert werden und kann alle Elephant-Applikationen interpretieren.

Bei der Erstellung von mobilen Programmen kann der Elephant-Entwickler sehr gut auf die Situation des Nutzers eingehen. Werden Informationen auf einem Handy verbreitet, ist die Situation, in der der Nutzer diese entgegennimmt, schwer berechenbar. Sitzt er zum Beispiel an der Bushaltestelle, kann er einen Text lesen, läuft er durch einen Park, benötigt er die Informationen als Audio-Datei.

Der Entwickler kann für diese unterschiedlichen Situationen alternative Templates und Inhalte anbieten, die Elephant-Applikation wählt dann das der Situation entsprechende aus. Dazu ziehen die Wissenschaftler sogenannte "Presence"-Informationen heran. Diese können vom Benutzer eingestellt oder vom System selbst erkannt werden. Das Ergebnis ist, dass die Information der Situation entsprechend angeboten wird.

Für die Inhalte - Elephant verarbeitet die Formate Text und XML sowie diverse Bild-, Audio- und Video-Dateien - haben die Ingenieure Templates vorgefertigt. Durch deren Auswahl bestimmt der Autor, wie seine Applikation später aussehen wird. Die Templates können selbst weiterentwickelt und im Sinne des Web 2.0 anderen Benutzern zur Verfügung gestellt werden. Als nächsten Schritt bauen die Wissenschaftler Reputationsmechnismen ein, mit denen die Templates bewertet werden können.

Über die Fraunhofer ESK
Die Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK betreibt angewandte Forschung und Entwicklung. In ihrem Forschungsschwerpunkt, Self-Organizing Communication, forscht sie daran, die Bedienung und Administration von komplexen Systemen der Kommunikationstechnik in der vernetzten Welt der Zukunft entscheidend zu vereinfachen. Die Fraunhofer ESK gliedert sich in die Geschäftsfelder Automotive, Enterprise & Carrier Communication sowie Industrial Communication.

Ihren Kunden - Automobilherstellern und Zulieferern, Unternehmen der Telekommunikationsbranche und Anwendern von Kommunikationslösungen sowie Home-Automation- und Industrieanlagen-Herstellern - bietet sie F&E-Dienstleistungen basierend auf den Kompetenzfeldern Adaptive Communication Systems und Software Methodology.

Kontakt:
Susanne Baumer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)89 547088-353
Telefax: +49 (0)89 547088-220
E-Mail: susanne.baumer@esk.fraunhofer.de

Susanne Baumer | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE