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Ein Mautsystem für ganz Europa

22.05.2014

Siemens legt die technische Basis für eine länderübergreifende Mauterfassung in Europa.

Die On-Board Unit Sitraffic Sensus ermittelt die Position des Fahrzeugs wahlweise aus Satellitendaten oder mit Hilfe von Mikrowellenkommunikation.


Damit deckt sie alle eingesetzten Mauttechnologien ab. Eine Besonderheit der neuen On-Board Unit ist ihre Fähigkeit, Daten verschiedener Satellitensysteme zur Positionsbestimmung heranzuziehen. So erhält man zum Beispiel in Städten, wo Hochhäuser eine Satellitenverbindung abschatten können, genauere Ortungen.

Die On-Board Unit entspricht dem Europäischen Standard für elektronische Mautdienste (EETS) und kann europaweit eingesetzt werden. Siemens hat die Lösung kürzlich auf der Intertraffic 2014 in Amsterdam vorgestellt. Mautsysteme erfassen über eine On-Board Unit den Ort der teilnehmenden Fahrzeuge und gleichen diesen mit den Positionen Mautstrecken ab.

Aus der gefahrenen Mautstrecke und den in der On-Board Unit hinterlegten länderspezifischen Gebühren errechnet das Gerät die fällige Maut und übermittelt die Information über das Mobilfunknetz an einen Zentralrechner. Die Positionsbestimmung erfolgt entweder mit Hilfe eines Globalen Navigationssatellitensystems (GNSS) oder über Mikrowellensignale zwischen der On-Board Unit und Emfangs­geräten auf Brücken (Dedicated Short Range Communication, DSRC).

Aufgrund unterschiedlicher Regelungen gibt es heute in Europa zwölf verschiedene Mautsysteme. Fahrzeuge, die regelmäßig in mehreren Ländern unterwegs sind, haben deshalb eine ganze Reihe On-Board Units. Künftig soll man, so das Ziel des Europäischen elektronischen Mautdienstes EETS, mit einem einzigen Gerät durch ganz Europa fahren können. 

In die Sitraffic Sensus Units können alle länderspezifischen Regelungen und Berechnungsmethoden für die Maut eingepflegt werden, so dass sie in ganz Europa einsetzbar sind. Die On-Board Units kommunizieren über Mikrowelle und empfangen Satellitendaten von drei verschiedenen Navigationssystemen:

Dem amerikanischen GPS, dem russischen GLONASS und dem europäischen Galileo, das voraussichtlich Anfang 2015 erste Dienste zur Verfügung stellt.

SGerät. 

Sitraffic Sensus unterstützt alle gängigen Normen. Dazu gehören die Suiten nach CEN-Norm für DSRC, optional auch Uni-DSRC sowie die ISO/CEN-Norm für eigenständige Mautsysteme. Aktualisierungen der Software oder Änderungen in den Mautdiensten werden einfach über GSM im mobilen Netz auf das Gerät übertragen. (2014.05.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

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