Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drahtlose Multi-Gigabit-Übertragung für daheim

23.01.2009
Erster Embedded-Chip für Multimedia-Anwendungen bei 60 Gigahertz

Die drahtlose Datenübertragung mit mehreren Gigabit pro Sekunde (Gbps) im Home-Entertainment-Bereich rückt immer näher. Forscher am Georgia Electronic Design Center (GEDC) haben einen kompakten CMOS-Chip gefertigt, der digitale Hochfrequenzsignale nutzt.

Dabei handelt es sich laut dem Georgia Institute of Technology (Georgia Tech) um den ersten bei 60 Gigahertz (GHz) arbeitenden Embedded-Chip für Multimedia-Anwendungen. Die 60-GHz-Technologie soll schon bald den Markt erobern. "Konsumenten könnten innerhalb von zwei bis drei Jahren Produkte erleben, die ultraschnelle Datenübertragung auf kurze Distanzen beherrschen", sagt GEDC-Direktor Joy Laskar.

Die 60-GHz-Technologie ist für Übertragungen im Nahbereich gedacht. Mögliche Anwendungen umfassen beispielsweise drahtlose DVD-Systeme und andere Home-Entertainment-Anwendungen sowie den Datentransfer zwischen PCs und anderen Geräten wie etwa Digitalkameras. Auch Geschäftskiosks, die Filme in Sekundenschnelle auf Handys übertragen, sind denkbar. Die Forscher im US-Staat Georgia konnten in Experimenten schon sehr hohe Datenraten nachweisen - 16 Gbps auf einen Meter Entfernung und immerhin noch fünf Gbps bei fünf Metern Abstand. Der aktuelle GEDC-Chip kombiniert laut Georgia Tech 60-GHz-Übertragungstechnologie mit Multi-Gigabit-Signalverarbeitung in ein hochkompaktes Ganzes. Das stellt laut Laskar "den höchsten Grad der Integration im Bereich der Single-Chip-Lösungen für 60-GHz-Drahtlosübertragungen" dar. Der Energiebedarf pro drahtlos übertragenem Datenbit sei dabei der geringste, der bislang bei einer Multi-Gigabit-Datenrate ausgewiesen wurde.

Das internationale Interesse an der 60-GHz-Übertragungstechnologie ist groß. Schon vor knapp einem Jahr hatte das Forschungsinstitut National ICT Australia den ersten auf einem CMOS-Chip integrierten 60-GHz-Transceiver vorgestellt (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080225025). Im Dezember 2008 hat die IKT-Normierungsorganisation Ecma International http://www.ecma-international.org einen 60-GHz-Standard für Multi-Gigabit-Übertragung im Nahbereich vorgestellt, der zur Verabschiedung als ISO-Standard eingereicht wurde.

"Multi-Gigabit-Technologie hat großes Potenzial für neue Consumer- und IT-Anwendungen" ist auch Darko Kirovski, Forscher bei Microsoft Research, überzeugt. Ecmas Bemühungen um internationale Standardisierung des 60-GHz-Frequenzbereichs brächten die Möglichkeit näher, dieses Potenzial auch auszuschöpfen.

Thomas Pichler | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.gedcenter.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie