Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drahtlose Datenübertragung wird beschleunigt

05.11.2008
Simulationswerkzeuge dienen dem Chip-Design

Kostengünstige Mikrochips für die drahtlose Datenübertragung, die bei hohen Frequenzen von bis zu 100 Gigahertz (GHz) operieren, sind geeignet, höhere Datenraten für die vernetzte Welt zu bieten, als mit aktuell genutzten Frequenzbändern möglich ist.

Europäische Wissenschaftler setzen auf geeignete Simulationswerkzeuge, um die Entwicklung solcher Hochfrequenz-Chips voranzutreiben. Im Rahmen des EU-Projekts ICESTARS (Integrierte Schaltungs/Elektromagnetische-Simulation und Design Technologien für Ein-Chip-Systeme im Mobilfunk) arbeiten Wissenschaftler verschiedener europäischer Institutionen an entsprechenden Tools, die bis Ende des Jahrzehnts ein Erschließen des Hochfrequenzbereichs ermöglichen sollen.

"Im Projekt ICESTARS konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von robusten Design-Tools von stark heterogenen Systems-on-Chip", erklärt Caren Tischendorf, Mathematikprofessorin an der Universität zu Köln, gegenüber pressetext. Dabei liege der Forschungsfokus nicht allein im Design für den Höchstfrequenzbereich, sondern auch in der Entwicklung von Werkzeugen für eine präzise gekoppelte Digital-/Analog-Simulation.

Mithilfe neuer Methoden und Simulationswerkzeuge, die bis 2010 im Rahmen von ICESTARS entstehen, soll der Chip-Entwicklungsprozess im Höchstfrequenzbereich vorangetrieben werden, so Projektleiter Marq Kole vom niederländischen Halbleiterhersteller NXP Semiconductors.

Der Projekthintergrund sind die steigenden Anforderungen einer immer stärker vernetzten Welt. "Künftig soll die drahtlose Kommunikation der Kundschaft viele Dienstleistungen von der Telefonie über das Internet bis hin zum mobilen Fernsehen weltweit an jedem Ort und zu jeder Zeit ermöglichen", sagt Tischendorf. Mit aktuell genutzten Übertragungsfrequenzen im Bereich weniger GHz können die dafür erforderlichen hohen Datenübertragungsraten nicht erreicht werden. Das Erschließen des 100-GHz-Bereichs soll dafür Abhilfe schaffen.

"Für preiswerte Massenprodukte stehen naturgemäß Standardtechnologien im Vordergrund, mit denen die 100-GHz-Grenze bisher nicht erreicht werden kann", meint Hans-Georg Brachtendorf vom Campus Hagenberg der Fachhochschule Oberösterreich http://www.fh-ooe.at/campus-hagenberg gegenüber pressetext.

Neben den Kölnern, Hagenbergern und NXP sind weitere Partner aus Belgien, Deutschland und Finnland am ICESTARS-Projekt beteiligt. Und auch andere Forschungseinrichtungen arbeiten daran, höhere Frequenzen für die drahtlose Datenübertragung zu erschließen. Dabei wird teils auch an Technologien gearbeitet, um sogar den Terahertz-Bereich zu erschließen. Ein Beispiel aus Deutschland ist das vor rund zwei Jahren etablierte Terahertz Communications Lab an der TU Braunschweig (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=061206030).

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.icestars.eu
http://www.uni-koeln.de
http://www.nxp.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Erster Modularer Supercomputer weltweit geht am Forschungszentrum Jülich in Betrieb
14.11.2017 | Forschungszentrum Jülich GmbH

nachricht Online-Computerspiele verändern das Gehirn
09.11.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte