Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Do-it-yourself-System fürs eigene Rechenzentrum

21.03.2013
Ingenieure der Universität Bielefeld entwickeln Installations-Assistenten

Nur noch ein kleines Gerät für Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren: Daran arbeiten Wissenschaftler des Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld in einem neuen Gemeinschaftsprojekt mit zwei Firmen für Informationstechnologie.

Der Software-Assistent „CORA“ soll Unternehmen künftig helfen, reibungslos Rechenzentren für das „Cloud-Computing“ einzurichten und zu überwachen. Die Bielefelder Forscherinnen und Forscher entwickeln die effiziente und stromsparende Hardware für das Gerät. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Cloud-Computing macht es möglich, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens mit ihren PCs über ein internes Netzwerk auf Extra-Rechenkapazität zurückgreifen. So können sie zum Beispiel zusätzlichen Datenspeicher oder fertig installierte Software nutzen.

CORA soll es Unternehmen in Zukunft leichter machen, ein eigenes Rechenzentrum für Cloud-Computing aufzubauen, sagt Ingenieur Dr. Mario Porrmann von der CITEC-Forschungsgruppe Kognitronik und Sensorik, der das Projekt mit initiiert hat. „Wer ein solches Netzwerk aufbauen will, startet mit mehreren Lkw-Ladungen Computerteilen, die miteinander verbunden werden müssen“, erklärt er.

„Im Idealfall läuft es künftig so, dass die Techniker zusammen mit diesen Komponenten den Assistenten CORA erhalten“, sagt Porrmann. CORA steht für Cloud-Orchestrierungs-Appliance, weil der Assistent helfen soll, das „Orchester“ der einzelnen Netzwerkteile so zusammenzustellen, dass sie optimal miteinander arbeiten. „Dieser besondere Computer gibt den Technikern eine genaue Anleitung, wie sie die Computer miteinander vernetzen müssen.“ Vertun sich die Techniker bei der Montage, weist CORA auf den Fehler hin und liefert eine Lösung. Auch nach der Montage bleibt das Gerät im Einsatz, um das Rechenzentrum zu überwachen. Damit dient das Gerät als Anleitung zum Aufbau, als Überwachungseinheit und als Diagnosesystem.

Kooperationspartner des Forschungsprojekts sind die Firmen fluid Operations und christmann informationstechnik + medien GmbH & Co. KG. Das Projekt läuft bis Juni 2014 und wird mit rund 900.000 Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Am Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld arbeiten rund 40 Forschungsgruppen aus Informatik, Biologie, Linguistik, Mathematik, Psychologie und Sportwissenschaft daran, technischen Systemen kognitive Fähigkeiten einzuhauchen. Ihr Credo: Die Maschinen sollen sich auf den Menschen einstellen, nicht umgekehrt. Ihre Vision: Künftige technische Helfer des Menschen sollen ihre Aufgaben möglichst umfassend verstehen, dabei in natürlicher Weise mit Menschen kommunizieren und auch Erwartungen und Emotionen ihres Gegenübers erkennen und für ihr Handeln berücksichtigen können.

Kontakt:
Dr. Mario Porrmann, Universität Bielefeld
Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)
Telefon: 0521 106- 12046
E-Mail: mporrman@techfak.uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.cit-ec.uni-bielefeld.de/
http://www..uni-bielefeld.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Datenschutzwächter sichert Smart Homes
20.04.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI mit neuesten VR-Technologien auf der NAB in Las Vegas

24.04.2017 | Messenachrichten

Leichtbau serientauglich machen

24.04.2017 | Maschinenbau

Daten vom Kühlgerät in die Cloud

24.04.2017 | HANNOVER MESSE